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SALEM: Collective Demise

CD-Review vom 05.10.2002   drucken senden

Das "Heilige" Land ist von Krieg, Hass und Leid gebeutelt. Eigentlich ist es kein heiliges Land mehr, denn dort wird genau das praktiziert, was keine Religion - deutet man sie richtig - lehrt: Mord. SALEM, die eigentlich keine unbekannten sind, macht dies wütend. Die Texte von "Collective Demise", dem neuen Album der Band aus Israel drücken dies deutlich aus.

Man könnte also erwarten, dass es hier auch musikalisch ziemlich krass und brutal zur Sache geht. Doch diese Erwartung stimmt nur zum Teil; sicherlich, Death Metal ist Hauptbestandteil dieses Albums, aber viele weitere Einflüsse sind in dieser Musik zu finden: einige orientalisch anmutende Percussions und Keyboards, genauso wie hervorragend zur Musik passender Frauengesang erweitern das Spektrum der Musik immens und fügen sich hervorragend in die Aggression der Musik ein, genauso wie die Prise Black Metal und die akkustischen Parts. Selbst wenn es oftmal schleppend zur Sache geht, so ist SALEMs melodischer Death Metal stets ein Tritt in die Fresse, wozu auch der brutale Kreischgesang Zeevs beiträgt.

Wenn ihr von dieser Musik gelangweilt seid und mal was anderes aus diesem Bereich hören wollt, müsst ihr euch "Collective Demise" unbedingt geben, Songs wie der Opener "Broken Yet United", das melancholisch anmutende "Al Taster" oder das schleppende "Dead Eyes" zeigen eine große Bandbreite auf und machen dieses Album mehr als nur ein paar Mal hörenswert. Die Produktion, die alles andere als Kalorienarm ist, trägt ihr übriges dazu bei, also gibt es wirklich nichts an diesem subtilem Hassklumpen zu meckern. Kaufen und liebhaben!


Spielzeit: 48:24 Min.

Line-Up:
Zeev Tannaboim - Vocals
Lior Mizrahi - Guitars
Michael Goldstein - Bass
Nir Nakav - Drums

Label: System Shock

Homepage: http://all.at/salem

Email: salemband@hotmail.com

Tracklist:
1. Broken yet United
2. Coming End of Reason
3. Slave
4. Act of Terror
5. Act of War
6. Collective Demise
7. Dead Eyes
8. Feed on Your Grief
9. Decadence in Solitude
10. Recall
11. Al Taster
12. Inhman Greed


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