YEAR OF THE HORSE
Keine Frage: Die Kamera ist dicht dran! Wir erleben die Musiker backstage in wildem Disput ebenso, wie sie im Hotel gutgelaunt den Blumenschmuck am Frühstückstisch in Flammen aufgehen lassen. Und Gitarrist Frank Poncho Sampedro lässt keine Gelegenheit aus, dem Regisseur zu erzählen, was er von hippen Kunstfilmproduzenten aus New York hält, die mit zwei drei dummen Fragen versuchen, 30 Jahre Wahnsinn zu (be)greifen.
30 Jahre Wahnsinn der Name Jim Jarmusch bürgt dafür, daß bei Year Of The Horse , einem Film über Gitarrenveteran Neil Young und seine Band Crazy Horse , keine glatte Rockumentory im MTV-Abziehbildchenstil herauskommen ist. Die blassen, grobkörnigen Bilder oft genug verwackelt und unscharf, da überwiegend mit Super-8-Kameras aus der Hand heraus gefilmt - erreichen mitunter fast Bootleg-Qualität. Dem gegenüber steht der bemerkenswert fette Sound: Eine amtliche 40-Kanal-Ton-mischung transportiert die charakteristisch-rauhe Gitarrenwand von Crazy Horse klar und unverfälscht in den Kinosaal, die Vorführer werden im Vorspann aufgefordert, ja schön laut aufzudrehen. Interviewpassagen und Konzertmitschnitte wechseln ab, fast unmerklich blenden Auftritte aus verschiedenen Epochen ineinander über.
Year Of The Horse , der bereits 1997 entstand, ist die gelungene Liebeserklärung eines eigenwilligen Regisseurs (respektive hippen Kunstfilmproduzenten aus New York , hehe) an eine eigenwillige Rockband, dessen Chef einst seinen Filmklassiker Dead Man (1995) kongenial vertonte. Natürlich lässt sich über Sinn und Unsinn von Musikdokumentationen trefflich streiten. Live bleibt live, die Unmittelbarkeit eines Konzertabends vermag kein Film einzufangen. Perfekt ist das Medium indes, um den Rock n Roll-Mythos weiterzustricken, und dies gelingt Jarmusch mit seinem liebevollen Portrait. Für Rockfans absolut lohnenswert!
30 Jahre Wahnsinn der Name Jim Jarmusch bürgt dafür, daß bei Year Of The Horse , einem Film über Gitarrenveteran Neil Young und seine Band Crazy Horse , keine glatte Rockumentory im MTV-Abziehbildchenstil herauskommen ist. Die blassen, grobkörnigen Bilder oft genug verwackelt und unscharf, da überwiegend mit Super-8-Kameras aus der Hand heraus gefilmt - erreichen mitunter fast Bootleg-Qualität. Dem gegenüber steht der bemerkenswert fette Sound: Eine amtliche 40-Kanal-Ton-mischung transportiert die charakteristisch-rauhe Gitarrenwand von Crazy Horse klar und unverfälscht in den Kinosaal, die Vorführer werden im Vorspann aufgefordert, ja schön laut aufzudrehen. Interviewpassagen und Konzertmitschnitte wechseln ab, fast unmerklich blenden Auftritte aus verschiedenen Epochen ineinander über.
Year Of The Horse , der bereits 1997 entstand, ist die gelungene Liebeserklärung eines eigenwilligen Regisseurs (respektive hippen Kunstfilmproduzenten aus New York , hehe) an eine eigenwillige Rockband, dessen Chef einst seinen Filmklassiker Dead Man (1995) kongenial vertonte. Natürlich lässt sich über Sinn und Unsinn von Musikdokumentationen trefflich streiten. Live bleibt live, die Unmittelbarkeit eines Konzertabends vermag kein Film einzufangen. Perfekt ist das Medium indes, um den Rock n Roll-Mythos weiterzustricken, und dies gelingt Jarmusch mit seinem liebevollen Portrait. Für Rockfans absolut lohnenswert!
FILMKRITIK (KINO) im vampster-Archiv
Es wurden 101 Artikel zu FILMKRITIK (KINO) im vampster-Archiv gefunden.Artikelübersicht anzeigen:
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