CANDLEMASS: Nightfall
Nachdem CANDLEMASS 1986 mit "Epicus Doomicus Metallicus" ein hammerstarkes Album vorgelegt hatten, sah sich die Band mit ihrem Zweitwerk natürlich bereits zu diesem frühen Stadium einer schweren Aufgabe gegenüber.
Dass die Schweden mit "Nightfall" 1987 ein mindestens ebenbürtiges Album ablieferten zeigt, welch Potential in dieser Band schlummerte.
Gleichzeitig stellten CANDLEMASS mit diesem Werk ihren neuen Sänger Messiah Marcolin vor, der zum Aushängeschild der Band werden sollte. Denn sowohl optisch, als auch gesanglich wusste sich der schwergewichtige Frontmann recht schnell in den Vordergrund zu stellen und CANDLEMASS seinen tief eingeprägten Stempel aufzudrücken.
Sein fast opernhafter Gesang mit viel Vibrato (mit dem er es auch gerne mal etwas übertrieb) war etwas ganz Neues in der Metalwelt und passte aber gleichzeitig perfekt zum Gesang und zum Image der Band.
Und dass CANDLEMASS mit diesem Album noch einmal ein Stück bombastischer werden wollte, zeigte sich gleich mit dem tonnenschweren, von himmlischen Keyboards unterlegten Intro "Gothic Stone" ganz deutlich.
Auch auf diesem Album finden sich jede Menge Klassiker, die bis heute noch jeden Doomer in Ehrfurcht erstarren lassen.
Der Opener "Well of Souls" steht dabei ganz deutlich in der Tradition von "Epicus Doomicus Metallicus", soll heißen ein ewiger Bandklassiker eröffnet das Album.
Genauso deutlich stellt auch das Instrumental "Codex Gigas" dar, dass die Band einen Scheißdreck dafür tun wollte, in schnellere Gefilde vorzudringen. Vielmehr regieren auch auf "Nightfall" die düsteren, schleppenden Songs, wenngleich sich mit "At the Gallows End" durchaus auch mal ein flotterer Track auf das Album eingeschlichen hat, der aber dennoch ein astreiner Doom-Song darstellt und gleichzeitig auch mit schweren Parts ausstaffiert wurde.
Einer der herausragendsten Songs ist jedoch die wunderschöne Geschichte des "Samarithan" geworden. Sicher einer der emotionalsten Stücke, die die Band je geschrieben hat und für mich ein geheimer Favourite, der von mir aus auch gerne noch mal ein paar Schläge langsamer sein dürfte. Doom at it´s very best!!
Der Beerdigungsmarsch "March Funebre", der unter anderem auch das Video zu "Bewitched" einleitet, passt geradezu perfekt zum Image, das die Band damals mit ihrem in eine Mönchskutte gekleideten Frontmann anhaftete.
Mit "Dark are the Viels of Death" werden CANDLEMASS dann noch einmal etwas flotter, bevor "Mourners Lament" (mit seinen grandios eingesetzten Glockenschlägen) und "Bewitched" (noch ein ewiger Klassiker) noch einmal Doom in seiner reinsten Form präsentieren.
"Nightfall" und "Epicus Doomicus Metallicus" bilden die Grundlage für eine ewige Legende, die dieser Tage hoffentlich wieder in seinem ganzen Glanz aufleben wird.
Fierce
VÖ: 09. November 1987
Spielzeit: 46:22 Min.
Line-Up:
Leif Edling - Bass
Mats Björkman - Guitar
Jan Lindh - Drums
Messiah Marcolin - Vocals
Lars Johansson- Guitar
Band-Homepage: http://www.candlemass.net
Tracks:
1. Gothic Stone
2. The Well of Souls
3. Codex Gigas
4. At the Gallows End
5. Samarithan
6. MArche Funebre
7. Dark are the Veils of Death
8. Mourners Lament
9. Bewitched
10. Black Candles
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Am liebsten hätte ich ihm ein Butterbrot geschmiert...