VERLUSTPRINZIP: Ganz nah am Licht
Wenn man das zweite Album der Berliner Electro/Industrial Band VERLUSTPRINZIP nüchtern betrachtet, liefert es verstörend avantgardistische Klangteppiche, deren Muster wild aneinandergereiht wurden. Verstörend bohren sich die Samples ins Ohr und beginnen erst dann zu wirken, wenn man sich auf die Musik vollkommen einlässt und auch den Texten ihren Raum zur Entfaltung lässt. A propos Lyrics: diese werden zumeist in gesprochener Form dargeboten und selbst dann wird die Stimme durch die Elektronik oft bis ins Unmenschliche verfremdet. Ein schneller und einfacher Zugang ist demnach nicht herzustellen. Insbesondere, weil das Album auch nicht mit den "einfachsten" Tracks beginnt und schon von Beginn an klar macht, dass man sich auf die elektonische Experimental-Musik einlassen muss. Erst mit "Denken" kommt einmal ein schwungvollerer Song, der den Hörer aus der wirren Spirale des Nachsinnierens befreit.
Veröffentlichungstermin: 17.10.2011
Spielzeit: 33:53 Min.
Line-Up:
André - Programming, Sounds, Keyboards, Lyrics
Timo - Voice, Lyrics, Photography
Jens - Bass, Lyrics
Mike - Drums, Percussions, Video
Label: afmusic
Homepage: http://www.verlustprinzip.com
Tracklist:
1. Wir freuen uns
2. Tod wie Stein
3. Reflexion
4. Inneres Kind ( solange Zeit )
5. Denken
6. All diese Wesen
7. Naturpoet
8. Nachtlicht
9. Manchmal
VERLUSTPRINZIP im vampster-Archiv
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