PRIMORDIAL: Redemption At The Puritan´s Hand
PRIMORDIAL waren schon immer eine besondere Band, eine Band die klang wie keine andere, die ihren Sound von Album zu Album modifizierte, doch immer sofort erkennbar blieb. Der Wechsel zu Metal Blade gab der Band einen weiteren Schub, "The Gathering Wilderness" war gigantisch, doch dann kam "To The Nameless Dead". Ein Album, dass alle Stärken dieser Band perfekt verband, auf der es der Band so gut wie nie zuvor gelang ihre Qualitäten zu fokussieren. Die Folge waren Höchstwertungen landauf, landab und der endgültige Durchbruch für die Band. Was kommt nach einem solchen Album? Nun, erst mal anscheinend turbulente Zeiten für die Band deren Highlight wohl der kurzfristige Ausstieg von Drummer Simon O´Laoghaire war, der aber wieder zurückkehrte. Gott sei Dank, denn sein detailverliebtes Spiel und seine treibenden Rhythmen waren ein genauso essentieller Teil von PRIMORDIAL wie Alans eindringlicher Gesang, seine faszinierenden Texte, das einzigartige Gitarrenspiel von Ciaran und Michael und der prägnante Bass von Paul.
All dies macht auch "Redemption At The Puritans Hand" zu einem Album, welches mal wieder völlig außer Konkurrenz laufen wird. Ja, PRIMORDIAL haben es tatsächlich geschafft, was ich für fast unmöglich hielt, nämlich mit dem Nachfolger zu "To The Nameless Dead" nicht an eben jenem Album zu scheitern sondern ihm einen ebenbürtigen Nachfolger zur Seite zu stellen. PRIMORDIAL haben es bisher mit jedem Album geschafft, sich nicht zu wiederholen, anders zu klingen als zuvor und eben doch so eindeutig nach PRIMORDIAL. "Redemption At The Puritans Hand" ist dunkler und trauriger als das epische "To The Nameless Dead", kein Wunder, ist es doch der Tod selbst, der sich laut Alan thematisch durch dieses Album zieht.
Das Album startet energisch mit dem treibenden "No Grave Deep Enough", eine gewisse Ähnlichkeit zu "Empire Falls" ist nicht von der Hand zu weisen. Ein gut gewählter Opener. Ich habe das Gefühl, dass Pauls Bass auf diesem Album bei einigen Songs mehr im Fokus steht. Besonders bei "Lain With The Wolf" gibt es viele Stellen an denen lediglich der Bass und Simons unglaubliches Drumming den Song vorwärts treiben. "Bloodied Yet Unbowed" wurde bereits vorab veröffentlicht und war eine perfekte Wahl um die Fans auf das Album einzustimmen, enthält er doch von langsamen, melancholischen über hymnische bis zu rasenden Parts fast alles ab, was PRIMORDIAL auf diesem Album ausmacht. "Gods Old Snake" überrascht mit einem Gitarrensolo, welches man so noch nicht von den Iren gehört hat, das aber so völlig passend klingt an dieser Stelle. Das todtraurige "The Mouth Of Judas" wird ebenfalls von einem, zum heulen schönen, traurigen Solo gekrönt. "The Black Hundred" wiederum, zeigt die Band wild und entfesselt, ähnlich wie schon bei "Traitors Gate" auf "To The Namelsse Dead". Den Abschluss bildet das über neunminütige "Death Of The Gods", eines dieser ganz großen PRIMORDIAL-Epen.
Und dann ist da noch die Produktion von Chris Fielding, die einfach nur perfekt ist. Jedes Instrument ist gut zu hören hat, nichts wurde künstliche aufgeblasen. So und nicht anders müssen PRIMORDIAL klingen und viele andere Bands sollten sich dieses Album ganz genau anhören. Verdammt, dieses Album mit Worten zu beschreiben wird ihm einfach nicht gerecht. "Redemption At The Puritan´s Hand" muss man hören und vor allem fühlen. PRIMORDIAL sind einzigartig, unersetzbar und unerreicht. Das stellen Sie mit diesem Album mal wieder eindrucksvoll unter Beweis.
Veröffentlichungstermin: 23.04.2011
Spielzeit: 63:58 Min.
Line-Up:
Alan Averill "Nemtheanga" - vocals
Ciaran MacUiliam - guitar
Michael O´Floinn - guitar
Paul MacAmlaigh - bass
Simon O´Laoghaire - drums
Produziert von Chris Fielding @ Foel Studios, Wales
Label: Metal Blade Records
Homepage: http://www.primordialweb.com
MySpace: http://www.myspace.com/primordialofficial
Tracklist:
01. No Grave Deep Enough
02. Lain With The Wolf
03. Bloodied Yet Unbowed
04. Gods Old Snake
05. The Mouth Of Judas
06. The Black Hundred
07. The Puritan´s Hand
08. Death Of The Gods
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Ich hab meine He-Man-Puppe auf dem Spielplatz verloren. Es war ein tragischer Verlust.