BARN BURNER: Bangers
Das Leben kann so einfach sein. Ein paar altmodische geklaute Riffs, eine Prise IRON MAIDEN und KYUSS, FU MANCHU und BISON B.C., und fertig ist eine Dreiviertelstunde verflucht guter Laune. BARN BURNER aus "Bongtreal" sind verdammt gut drauf, haben einen flotten, unwiderstehlichen Groove parat und sind immer dann richtig gut, wenn Bleifuß angesagt ist. Die vier Musiker haben mit dem unverfroren von IRON MAIDEN geklauten "Holy Smokes" einen Opener, für den sich andere Bands die Finger lecken würden und so geht es munter auf "Bangers", diesem locker-leichtem Debütalbum, weiter. "The Long Arm Of The Law", "Half Past Haggard", "Tremors" und "Running Reds" mit seinem gigantischen Chorus, das ist Rock and Roll pur und tritt so Arsch, wie es völlig bekifften Kanadiern nur möglich sein kann. Die etwas langsameren Lieder "Beer Today, Bong Tomorrow", "Bromemoth" und "Wizard Islands" hingegen brauchen mit unter etwas, um in Fahrt zu kommen und funktionieren nicht immer, aber sind von langweiligen, Marihuana-beeinflussten Spielereien ohne Ziel glücklicherweise weit entfernt.Trotz einiger zu vernachlässigenden Startschwierigkeiten, haben BARN BURNER ein wirklich überraschend gutes Debüt in der Hinterhand. Voller Power, guter Ideen und ausgezeichneter Ausführung ist "Bangers", eine echte Überraschung. Auch der freche Gesang ist verflucht authentisch, wenn auch nicht besonders abwechslungsreich. Aber das muss auch gar nicht sein, diesen Part übernimmt die instrumentale Fraktion, die mit vielen Details aufwarten kann. Auch die Produktion kann sich hören lassen - nicht zu staubig und erdig, aber schön direkt und natürlich gehalten. Gegen die Arbeiten von Randall Dunn oder Scott Reeder kommt der Sound von "Bangers" zwar noch lange nicht an, aber ein erster Schritt ist gemacht, vor allem jedoch in kompositorischer Hinsicht. BARN BURNER haben auf jeden Fall einen wirklich gelungenen Grundstein gelegt und werden hoffentlich bald wie Cheech und Chong auch bei uns für rauchende Clubs sorgen. Fans von heavy rockender Kiffermusik sollten auf jeden Fall reinhören.
Veröffentlichungstermin: 12. Februar 2010
Spielzeit: 40:40 Min.
Line-Up:
Kevin Keegan - Guitar, Vocals
Marc Doucette - Guitar
Nick Ball - Bass
Taylor Freund - Drums
Produziert von Adrian Popovich
Label: Metal Blade Records
MySpace: http://www.myspace.com/theinfamousbarnburner
Tracklist:
1. Holy Smokes
2. Fast Women
3. The Long Arm Of The Law
4. Beer Today, Bong Tomorrow
5. Runnin´ Reds
6. Medium Rare
7. Brohemoth
8. Half Past Haggard
9. Wizard Island
10. Tremors
11. Old Habits
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