NECROPHOBIC, HANDFUL OF HATE, HORRID, DEATH HEAVEN: Mailand: Club 71, 14.11.2009AS
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Die Trinkpreise sind im Club 71 nicht gerade niedrig - fünf Euro muss man für ein Red Bull etwa schon springen lassen. Dafür ist die Merchandiseauswahl reichhaltig und preiswert, egal ob man dies auf die schwedischen Headliner NECROPHOBIC oder die italienischen Truppen HANDFUL OF HATE und HORRID bezieht. Die Opener DEATH HEAVEN verkaufen an diesem Abend keine Erinnerungsstücke, obwohl nach ihrem Auftritt klar wird, dass nicht wenige Interessenten vorhanden wären...
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| Gefrickel und Gegrunze: Andrea Petucco (DEATH HEAVEN) |
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| Anspruchsvolles Bassspiel: BRN (DEATH HEAVEN) |
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| Dem DISMEMBER-Gitarrensound verfallen: HORRID |
Eine noch frickeligere Band hätte demzufolge nur einen Übersättigungseffekt beim Publikum hervorgerufen. HORRID wählen eine andere Stilstrategie. Die Bassbox wird mit einer Schwedenfahne dekoriert, die Band selber erscheint blutverschmiert und der eine Gitarrist trägt ein weißes NECROPHOBIC-Shirt mit "Unholy Prophecies"-Aufdruck. Und dann der modrige Gitarrensound, der nur einen Namen vor dem geistigen Auge aufflammen lässt: DISMEMBER. Aber sowas von DISMEMBER.
Selten ist die Stilbezeichnung einer Band auf einem Flyer so zutreffend wie bei den Italienern von HORRID: OldSweDeath. Die Italiener zelebrieren ihr Schwedenfantum nicht nur dadurch, dass sie Teile ihrer Diskographie im legendären Sunlight Studio aufgenommen haben, sondern auch - und vor allem - in ihrer Musik. Songs wie "Land Of No Return", "Denied Life" oder "Kissing The Rotting Cross" lassen keine Zweifel ob ihrem favorisierten Genre offen. Da macht es auch wenig, dass HORRID einen Song nochmals von vorne beginnen müssen, weil Drummer Matt seine Gitarristen nicht hört.
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| Bitte mit Blut und Schweden Death: Satras (HORRID) |
Die kurze Umbaupause zu HANDFUL OF HATE wird vom DJ wiederum mit uraltem, geilem ROTTING CHRIST-Black Metal beschallt. Das Italienklischee der Unpünklichkeit und Desorganisation treten NIHIL PRODUCTIONS mit Füßen: Lang gefackelt wird nicht, die Wechsel zwischen den Bands gehen reibungslos und speditiv über die Bühne, so dass man nicht lange herumzustehen braucht, sondern sich ganz auf die
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| Nur wenige bewegende Ausbrüche: HANDFUL OF HATE |
Dieser wird an diesem Abend von HANDFUL OF HATE repräsentiert, die mit "You Will Bleed" ein neues Album im Gepäck haben, das es zu präsentieren gilt. Dies geschieht inklusive Corpsepaint und die Italiener gehen mit Ernst an die schwarzmetallische Aufgabe heran. Dieser Ernst greift auch auf das Publikum über. Statt Mitbangfreude wie bei HORRID sind verschränkte Arme und finstere Gesichter angesagt im nunmehr mittelmässig gut gefüllten Club 71. In der vordersten Reihe gibt es aber dennoch etwa zehn frenetisch mitbangende HANDFUL OF HATE-Die Hard-Fans. Musikalisch sind HANDFUL OF HATE vor allem in Midtempo-Schwarzmetallgefilden unterwegs, Tempoausbrüche gibt es nur selten. Während den langsameren Parts bangt die Band energisch mit und nicht nur Songs wie "You Will Bleed" und "Vicecrown" ernten Jubel und Applaus. Frontmann Nicola Bianchi macht schlichte Ansagen auf Italienisch und verzichtet auf ausladende satanische Ansagen. Nach HORRID wirken HANDFUL OF HATE zwar etwas zahm, aber spielerisch kann die Black Metal-Truppe definitiv einen soliden Gig für sich verbuchen.
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| Riffbrettflitzereien für Satan: Sebastian (NECROPHOBIC) |
Zu ihrem Intro "The Darkened Psalm" betreten NECROPHOBIC die Bühne und werden sogleich mit Applaus empfangen. Rituell mutet der Auftakt ihres Auftritts an, einschüchternd-feierlich. Umso intensiver fährt einem dann die Eröffnungshymne "For Those Who Stayed Satanic" ein - ein wahrer Donnerschlag. Frontmann Tobias Sidegård wirft sich mit Wucht nach vorn, schüttelt sein Haupt - und Asche stäubt aus seinem Haar, als wäre er just seinem kalten Grab entstiegen. Ein toller, eigener Effekt, denn kaum erklingt seine Stimme, denkt man unweigerlich an BATHORYs "Call From The Grave". Diese Assoziation wird zudem von den Bühnenrequisiten - Schädelkreuze vor Mauern inklusive Necrogramm - genährt. Subtile visuelle Extras, die dank der individuellen, innovativen NECROPHOBIC-Note tüchtig einfahren und dem Auftritt eine eigene Atmosphäre verleihen.
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| Mutig und charismatisch: Tobias |
Diese leben auch die anderen Mitglieder NECROPHOBICs voll aus. Bassist Alexander Friberg ist seit dem Weimargig Ende Oktober wieder voll genesen und liefert mit furchterregend-einschüchterner Miene ein saftiges Fundament der tiefen Töne. Gitarrist Johan Bergebäck schreddert sich unbarmherzig durch die schwedischen Riffbretter und glänzt nicht nur während dem Übersong "Blinded By Light, Enlightened By Darkness" vom Meisterwerk "Hrimthursum". Joakim Sterner mag hinter seinem Drumkit zwar wenig Licht für sich haben, doch den rhythmischen Herzschlag liefert er auch während "Awakening..." vom "The Nocturnal Silence"-Werk so, wie es sein muss: authentisch und druckvoll. Die Mailänder Fans geben sich als diskographisch "belesen" und brüllen und bangen sowohl bei älteren wie auch neueren Tracks begeistert mit.
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| Gitarrenschreddern statt Religion: Johan |
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| Wieder fit: Bassist Alex Friberg |
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| "Cazzo di Christo" rufen und als Zugabe "I Strike With Wrath" spielen- Italienischkurs à la Sebastian Ramstedt und NECROPHOBIC |
Während nach "The Nocturnal Silence" jeweils Schluss ist, lässt die Mailänder Meute die Stockholmer Death Metal-Truppe nicht gehen. Hungrig und laut wird nach mehr verlangt. Vehement. Und für einmal kehrt keine nächtliche Stille ein, sondern Sebastian auf die Bühne zurück. Mehrere Schreie später folgt auf "Cazzo di Christo" eine weitere Tat: "I Strike With Wrath" vom "Hrimthursum"-Album beschliesst diesen ausgezeichneten Auftritt NECROPHOBICs. Soviel Feuer, soviel Leidenschaft - die Zeichen für die Januartour stehen auf Sturm made in Stockholm!
Layout und Fotos: Arlette Huguenin D. 
Flyer: NIHIL PRODUCTIONS
NECROPHOBIC im vampster-Archiv
Es wurden 34 Artikel zu NECROPHOBIC im vampster-Archiv gefunden.Artikelübersicht anzeigen:
CD-Review
NECROPHOBIC: Bloodhymns [Re-Release] (09.05.2011)
NECROPHOBIC: The Third Antichrist (Re-Release) (09.05.2011)
NECROPHOBIC: Death To All (28.05.2009)
NECROPHOBIC: Satanic Blasphemies (28.05.2009)
NECROPHOBIC: Hrimthursum (14.10.2006)
NECROPHOBIC: Bloodhymns (24.03.2002)
Interview
NECROPHOBIC: Die lustige französisch-englische Aussprache unseres Bandnamens (04.10.2011)
NECROPHOBIC: Ich bin heterosexuell (28.05.2009)
NECROPHOBIC: Gegen das digitale Kunstmassaker (28.05.2009)
NECROPHOBIC: Mit der Zeitmaschine zu Baby Jesus (26.02.2007)
Hell of Fame
NECROPHOBIC: The Nocturnal Silence (28.05.2009)
Interview
NECROPHOBIC, ORDOGS: Stockholm, Mosebacke, 26.12.2008 (30.12.2008)
NECROPHOBIC, DEMONICAL, SPAZMOSITY: Tantogården, Stockholm: 04.04.2008 (10.04.2008)
NECROPHOBIC, HEAVY DEMONS, ABGRUND, BEANSIDHE: CH-Lugano, Metro Club, 12.05.2007 (18.05.2007)
NECROPHOBIC, RAISE HELL, ORIGIN BLOOD: Live-Factory, Adelsheim, 14.10.2006 (18.10.2006)
News
NECROPHOBIC: Re-Release von ´Spawned By Evil´ (08.11.2011)
NECROPHOBIC: neue Gitarrenfraktion und Tour mit MORBID ANGEL (28.09.2011)
NECROPHOBIC: ´Death To All´ - Video zu ´Revelation 666´ (14.03.2010)
NECROPHOBIC: drehen Videoclip (31.12.2009)
NECROPHOBIC: Song vom neuen Album ´Death To All´ online (30.03.2009)
NECROPHOBIC: ´Satanic Blasphemies´ erscheint im April (05.03.2009)
NECROPHOBIC: Album `Death To All` kommt am 27. April (08.02.2009)
NECROPHOBIC: im Studio (04.12.2008)
NECROPHOBIC: Alex Friberg ist neuer Bassist (24.10.2008)
NECROPHOBIC: veröffentlichen mit ´Satanic Blasphemies´ alte Demos (18.06.2008)
NECROPHOBIC: Tour mit DISMEMBER abgesagt (29.08.2007)
NECROPHOBIC: DVD, neue Album und Raritäten-Zusammenstellung in Arbeit (08.04.2007)
NECROPHOBIC: Vertrag bei Regain Records (11.01.2006)
NECROPHOBIC: Lebenszeichen (22.03.2004)
NECROPHOBIC: Weiterer Tourgig mit Satariel & Impious (14.01.2003)
NECROPHOBIC: Re-Releases in 2003 (24.10.2002)
NECROPHOBIC: Auf Tour Anfang 2003 (14.10.2002)
NECROPHOBIC: im September ins Studio (10.08.2001)
NECROPHOBIC: Neuer Deal (07.06.2001)













Langeisen impliziert einen länglichen Gegenstand, zum Beispiel einen Edelvibrator.