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BLOODY MARY: Dig Up For The Party

CD-Review vom 04.01.2009   drucken senden

cdreview - BLOODY MARY - Dig Up For The PartyBLOODY MARY kommen aus Mailand in Italien und haben sich mit ihrem Gothic Rock in heimischen Gefilden den Presseberichten zufolge schon ein ordentliches Publikum erspielt. Nun will es das Quintett auch auf dem internationalen Markt versuchen und sendet uns eine vier Tracks umfassende EP zu, die einen Überblick über das Potenzial der Band geben soll.

Soundtechnisch bewegen sich BLOODY MARY irgendwo zwischen SISTERS OF MERCY und HIM, einfache und eingängige Melodien gepaart mit harten Gitarren und gefühlvollem Gesang sind das Markenzeichen der Band. Das Alter der Musiker liegt jeweils um die 30, was in Anbetracht der einfachen und fast Chart tauglichen Musik etwas verwunderlich ist.

"Better down" eröffnet die 17-minütige Vorstellung der Italiener. Der erste Gesangeseinsatz kommt ein klein wenig schief daher, bevor sich Sänger Aldebran wieder fangen kann. Die Hookline allerdings ist gut und bleibt hängen. Der nächste Song, "Somebody To Love" beginnt mit einer tiefen Gesangeslinie im Stile von MOONSPELL-Sänger Fernando Ribeiro, während die Songlinie im weiteren Verlauf des Liedes mehrstimmig, aber wieder einfach und eingängig ausfällt. Ein wenig interessanter wird es bei "Velvet", bei dem auch Stimmenverzerrer und ein abwechslungsreicherer Rhythmus eingesetzt werden. Eine Coverversion haben die blutigen Marys mit "Pet Semetary" auch noch mit dabei. Ihre Version ist im Vergleich zum Original von den RAMONES zwar weniger kultig, dafür aber gesanglich deutlich gerade auf den Punkt.

Die scheinbar absichtliche Redundanz in der Songstruktur und die oberflächlichen Melodien gehen zwar schnell ins Ohr, können aber leider genauso schnell wieder langweilig werden.

Fazit: BLOODY MARY legen ein ordentlich produziertes klassisches Gothic Rock-Demo vor. Ihre Ideen sind ganz nett, aber ihre Musik schafft es nicht, über die magische Schwelle zu treten und sich von der Goth Rock-Masse abzuheben.

Wirklich schlecht ist die Musik aber wiederum auch nicht ausgefallen, so dass Gothic Rock-Fans von den oben bereits genannten Größen hier dennoch ein Ohr wagen sollten. Möglicherweise handelt es sich bei BLOODY MARY um einen Newcomer, von dem wir noch eine Menge zu hören bekommen werden.


Veröffentlichungstermin: 2008

Spielzeit: 17:00 Min.

Line-Up:
Aldebran: Vokalakkorde
Lamountain: Gitarre
Stranger: Gitarre
Larouge: Bass
Juerghen: Schlagzeug

Label: Valery Records
MySpace: http://www.myspace.com/bloodymary

Tracklist:
1. Better Down
2. Somebody To Love
3. Velvet
4. Pet Semetary



BLOODY MARY im vampster-Archiv

Es wurden 2 Artikel zu BLOODY MARY im vampster-Archiv gefunden.
Artikelübersicht anzeigen:

CD-Review
BLOODY MARY: Party Music For Graveyards (03.09.2010)
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