HORSE THE BAND, ME MYSELF AND THE AUDIENCE: 10. November im Orangehouse, München
Kommentare: 2. Letzter Kommentar: CaptainChaosIch weiß noch genau, wie ich geflucht habe, als dieses Frühjahr HORSE THE BAND zum ersten Mal nach Deutschland kamen und das nächstgelegene Konzert mit Frankfurt über 300km entfernt war. Umso mehr freute ich mich schließlich über die Nachricht, dass die Amerikaner im November doch noch im nahe gelegenen München vorbeischauen würden. Dass das Ganze dann auch noch im Orangehouse, einer der coolsten Konzertlocations der Stadt, angesetzt war, machte den Besuch gleich noch attraktiver. Also wurde kurzerhand die erweiterte Verwandtschaft mit ins Auto gepackt, um pünktlich zum Konzertbeginn um 21 Uhr im leider spärlich besuchten Club einzutreffen.
Dort waren auch schon die als Indie-Band angekündigten ME, MYSELF AND THE AUDIENCE mit vollem Elan bei der Sache. Mit Indie hatte deren Performance aber letztendlich nicht viel zu tun. Stattdessen erreichte das Publikum ein wilder und manchmal etwas kruder Mix aus Hardcore, Crossover und einigen Screamo-Elementen. Abgefahren und sicherlich nicht jedermanns Sache, aber zumindest ein musikalisch passender Supportact, der die Aufgabe des Einheizers beim Wort nahm und auf der Bühne wirklich alles gab. Ich muss zu meiner Schande aber auch gestehen, dass ich der jungen Band nur halbherzig lauschte, da der HORSE THE BAND-Merchstand, wo es unter anderem das legendäre "Cutman"-Shirt zu erwerben gab, den Großteil meiner Aufmerksamkeit auf sich zog. Nach nicht einmal einer halben Stunde verabschiedeten sich ME, MYSELF AND THE AUDIENCE schon wieder und wünschten uns, dem Publikum, viel Spaß mit den nun folgenden Nintendocore-Helden.
Und den sollten wir schlussendlich auch bekommen, obwohl die Zeichen zunächst alles andere als gut standen. Als HORSE THE BAND um 21:50 Uhr die Bühne betraten, hatte sich die Besucherlage nur unwesentlich gebessert. Lediglich geschätzte 100 Leute fanden an diesem Montag den Weg ins Orangehouse. Dementsprechend brauchte es einige Zeit, bis zumindest die vorderen Reihen warm wurden. Beim erstaunlich heftigen Einstieg "Hyperborea" und dem folgenden "Murder" konnte man im Publikum nur schwer von Bewegung sprechen. Erst als mit "A Million Exploding Suns" der erste ältere Song angestimmt wurde, kamen die ersten Körper in Fahrt und ließen doch noch ausgelassene Konzertstimmung aufkommen. An den Jungs auf der Bühne lag es jedenfalls nicht, denn die sprangen über selbige, als gäbe es kein Morgen. Vor allem Keyboarder Lord Gold zeigte sich in seinen knappen Shorts nicht nur äußerst modebewusst, sondern auch extrem bewegungsfreudig. Dabei spielte die Band laut eigener Aussage ausschließlich für sich selbst, bedankte sich aber dennoch bei allen, die gekommen waren, ihnen dabei zuzusehen. Man ahnte es bereits, die humorvollen Ansagen von Sänger Nathan sollten neben Hits wie "Lord Gold Throneroom" oder "Birdo" ein weiteres Highlight des Abends werden. Die beschränkten sich zwar größtenteils auf zusammenhangslos aneinander gereihten Schwachsinn, waren aber gerade deswegen auch zum Brüllen komisch. Gegen Ende gab es mit dem Doppelpack "Kangarooster Meadows", gefolgt vom obligatorischen "Cutsman" gleich zwei absolute Meisterwerke der 8-Bit-Musikkunst zu hören, bevor sich das Quintett zum ersten Mal an diesem Abend verabschiedete. Logisch, dass da noch was kommen muss und so ließen sich HORSE THE BAND insgesamt noch zweimal auf die Bühne bitten. Beim ersten Mal gab es mit "Bunnies" einen richtigen Klassiker vom Debütalbum "R. Borlax" zu hören, den die Band seit vier Monaten nicht mehr geprobt hatte. Als zweite Zugabe wurde die Synthie-Nummer "Sex Raptor" hinterher geschoben, wo Nathan die Merch-Verkäuferin zum Trockensex auf einem Klappstuhl bat. Nach 60 Minuten war dann endgültig Schicht im Schacht und von den Anwesenden dürfte wohl keiner enttäuscht nach Hause gegangen sein.
Schade, dass die Veranstaltung so spärlich besucht und somit auch die Feierlaune nicht bei allen gleichmäßig vorhanden war. Trotz der Besucherflaute ein denkwürdiges Konzertereignis, das wir unbescholten betraten und geläutert wieder verließen. Natürlich jeder stilecht im "Cutman"-Shirt. CUT...CUT...CUT!
Setlist HORSE THE BAND:
01. Hyperborea
02. Murder
03. A Million Exploding Suns
04. Lord Gold Throneroom
05. Sevententacles And Eight Flames
06. The Black Hole
07. Birdo
08. New York City
09. Kangarooster Meadows
10. Cutsman
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11. Bunnies
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12. Sex Raptor
Dort waren auch schon die als Indie-Band angekündigten ME, MYSELF AND THE AUDIENCE mit vollem Elan bei der Sache. Mit Indie hatte deren Performance aber letztendlich nicht viel zu tun. Stattdessen erreichte das Publikum ein wilder und manchmal etwas kruder Mix aus Hardcore, Crossover und einigen Screamo-Elementen. Abgefahren und sicherlich nicht jedermanns Sache, aber zumindest ein musikalisch passender Supportact, der die Aufgabe des Einheizers beim Wort nahm und auf der Bühne wirklich alles gab. Ich muss zu meiner Schande aber auch gestehen, dass ich der jungen Band nur halbherzig lauschte, da der HORSE THE BAND-Merchstand, wo es unter anderem das legendäre "Cutman"-Shirt zu erwerben gab, den Großteil meiner Aufmerksamkeit auf sich zog. Nach nicht einmal einer halben Stunde verabschiedeten sich ME, MYSELF AND THE AUDIENCE schon wieder und wünschten uns, dem Publikum, viel Spaß mit den nun folgenden Nintendocore-Helden.
Und den sollten wir schlussendlich auch bekommen, obwohl die Zeichen zunächst alles andere als gut standen. Als HORSE THE BAND um 21:50 Uhr die Bühne betraten, hatte sich die Besucherlage nur unwesentlich gebessert. Lediglich geschätzte 100 Leute fanden an diesem Montag den Weg ins Orangehouse. Dementsprechend brauchte es einige Zeit, bis zumindest die vorderen Reihen warm wurden. Beim erstaunlich heftigen Einstieg "Hyperborea" und dem folgenden "Murder" konnte man im Publikum nur schwer von Bewegung sprechen. Erst als mit "A Million Exploding Suns" der erste ältere Song angestimmt wurde, kamen die ersten Körper in Fahrt und ließen doch noch ausgelassene Konzertstimmung aufkommen. An den Jungs auf der Bühne lag es jedenfalls nicht, denn die sprangen über selbige, als gäbe es kein Morgen. Vor allem Keyboarder Lord Gold zeigte sich in seinen knappen Shorts nicht nur äußerst modebewusst, sondern auch extrem bewegungsfreudig. Dabei spielte die Band laut eigener Aussage ausschließlich für sich selbst, bedankte sich aber dennoch bei allen, die gekommen waren, ihnen dabei zuzusehen. Man ahnte es bereits, die humorvollen Ansagen von Sänger Nathan sollten neben Hits wie "Lord Gold Throneroom" oder "Birdo" ein weiteres Highlight des Abends werden. Die beschränkten sich zwar größtenteils auf zusammenhangslos aneinander gereihten Schwachsinn, waren aber gerade deswegen auch zum Brüllen komisch. Gegen Ende gab es mit dem Doppelpack "Kangarooster Meadows", gefolgt vom obligatorischen "Cutsman" gleich zwei absolute Meisterwerke der 8-Bit-Musikkunst zu hören, bevor sich das Quintett zum ersten Mal an diesem Abend verabschiedete. Logisch, dass da noch was kommen muss und so ließen sich HORSE THE BAND insgesamt noch zweimal auf die Bühne bitten. Beim ersten Mal gab es mit "Bunnies" einen richtigen Klassiker vom Debütalbum "R. Borlax" zu hören, den die Band seit vier Monaten nicht mehr geprobt hatte. Als zweite Zugabe wurde die Synthie-Nummer "Sex Raptor" hinterher geschoben, wo Nathan die Merch-Verkäuferin zum Trockensex auf einem Klappstuhl bat. Nach 60 Minuten war dann endgültig Schicht im Schacht und von den Anwesenden dürfte wohl keiner enttäuscht nach Hause gegangen sein.
Schade, dass die Veranstaltung so spärlich besucht und somit auch die Feierlaune nicht bei allen gleichmäßig vorhanden war. Trotz der Besucherflaute ein denkwürdiges Konzertereignis, das wir unbescholten betraten und geläutert wieder verließen. Natürlich jeder stilecht im "Cutman"-Shirt. CUT...CUT...CUT!
Setlist HORSE THE BAND:
01. Hyperborea
02. Murder
03. A Million Exploding Suns
04. Lord Gold Throneroom
05. Sevententacles And Eight Flames
06. The Black Hole
07. Birdo
08. New York City
09. Kangarooster Meadows
10. Cutsman
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11. Bunnies
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12. Sex Raptor
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