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CHILDREN OF BODOM: Hatebreeder

CD-Review vom 13.05.1999   drucken senden

CHILDREN OF BODOM: Hatebreeder Das erste Album von CHILDREN OF BODOM habe ich mir aufgrund sehr guter Rezis und einem guten ersten Höreindruck sozusagen blind gekauft. Nach einer anfänglichen Enttäuschung entwickelte sich ‚Something Wild‘ zu einem echten Dauerbrenner in meinem Player, den ich immer mal wieder einlegte wenn ich Bock auf ‚Gute-Laune-Musik‘ hatte. Inwiefern ‚Hatebreeder‘ zu einem ähnlichen Dauerbrenner werden könnte, kann ich momentan nicht abschätzen, denn auch nach dem ca. 10ten Hördurchlauf stellt sich bei mir keine richtige Begeisterung für das Zweitwerk der Finnen ein.

‚Hatebreeder‘ setzt da an, wo ‚Something Wild‘ aufgehört hat. Die beiden Alben ähneln sich doch stark und aufgrund der mangelnden Abwechslung auf die 2 Alben gesamt gesehen, das Coverartwork hinzugerechnet, würde ich 'Hatebreeder‘ als dasselbe Album in Grün bezeichnen. :-)

Das Debut war eine gute Basis, auf der ich eigentlich erwartete, daß kräftig darauf aufgebaut wird. Aber die erwarteten Überraschungen suchte ich vergebens und ich muß ehrlich sagen, daß mich das Songmaterial, so gut es auch gespielt und arrangiert sein mag, einfach langweilt. Die einzelnen Songs sind zwar sehr abwechslungsreich und powervoll gestaltet, hört man sich jedoch das Gesamtwerk der Band an, so fehlt einfach die Abwechslung.

Ich will das Album jetzt nicht nur runter machen, es gibt schon auch ein paar hervorragende Momente! Diese finden sich in erster Linie, wenn die Band mal von ihrem üblichen Schema abweicht und richtig abrockt, wie z.B. im Schlußteil zum Titelsong. Hätte die Band dieses Gefühl, aus dem Magen heraus, etwas mehr ausgearbeitet und ein paar zündende Ideen eingebracht, hätte ‚Hatebreeder‘ ein echter Brecher werden können, so ist das Album für mich aber leider zu einer kleinen Enttäuschung geworden. Abnehmer wird das Teil auf jeden Fall finden, für mich muß die Band jedoch erstmal den nächsten Schritt tun, um in mir Begeisterung hervorzurufen.

Fierce

Spielzeit: 38:05 min.

Erschienen bei Nuclear Blast

Tracklist:
1. Warheart
2. Silent Night, Bodom Night
3. Hatebreeder
4. Bed of Razors
5. Towards Dead End
6. Black Widow
7. Wrath within
8. Children of Bodom
9. Downfall



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