THE PAST ALIVE: The Past Alive (Demo-CD)
Legt man die erste Demo CD der Heilbronner THE PAST ALIVE ein, so fällt auf Anhieb erstmal eines auf: der ziemlich schlechte Sound! Nun, natürlich ist es irgendwie unfair, wenn man diesen Umstand einer Band im Demo-Stadium gleich zu Beginn eines Reviews vorwirft und die Band weist bereits im Info "entschuldigend" auf die Umstände der Aufnahme hin (analoges 8-Spur-Aufnahmegerät und auf dem PC abgemischt). Aber letztendlich reite ich darauf herum, da es wirklich schade ist, dass der Genuss der Musik von THE PAST ALIVE auf diese Weise so gemindert wird. Denn soweit man das beurteilen kann, würden die Songs der Band gleich eine enorme Aufwertung erfahren, wenn man die Details nicht nur erahnen, sondern auch hören könnte. So geht leider vieles in einem Gebräu aus Klängen unter.
Aber ich hör schon auf und komm lieber auf die Musik an sich zu sprechen. Und diese zu beschreiben fällt mir ziemlich schwer, was THE PAST ALIVE ja schonmal auf der Guthaben-Seite verbuchen können. Die Band selbst umschreibt ihre Musik als Heavy Rock Metal mit leichten Prog Einflüssen, dem man dann auch nicht widersprechen kann. THE PAST ALIVE spielen tatsächlich recht geradlinige Metalsongs mit eher metaluntypischen Gesangslinien. Einflüsse scheint die Band aus den verschiedensten Richtungen zu ziehen. So denkt man bei "Gossip" durch seine reggaebeeinflusste Rhythmik zunächst unweigerlich an alte POLICE-Sachen, während mir beim Titelsong "The Past Alive" abwechselnd SENTENCEDs " The Suicider" und FAITH NO MOREs "Diggin the Grave" (ganz entfernt) in den Sinn kommen, wobei THE PAST ALIVE die Einflüsse jedoch zu einem durchgängigen Stil zusammenfügen. Insgesamt rockt das ganze durch seine heavy Gitarrenriffs dann auch ganz gut und was die Kompositionen angeht, so kann man der Band keine Ideenlosigkeit vorwerfen. Denn tatsächlich haben THE PAST ALIVE auf diesem Demo einige gute und vor allem eingängige Einfälle verarbeitet, die sich schon nach kurzem festsetzen. Problem ist allerdings, dass es dann in letzter Konsequenz doch noch an songwriterischer Sicherheit fehlt, um die Ideen so in einen Song einzubetten, dass diese als echte Hits durchgehen könnten. Und was den Gesang angeht, so wünschte ich mir ein bisschen mehr Power und vor allem nicht ganz so viele James Hetfield-artige Heuler. Die passen zwar recht gut zu der Stimme von Nik Gledic, man muss aber schon auf diese Gesangstechnik stehen, um sich davon mitreißen zu lassen.
Dennoch ist dieses Demo schonmal ein ziemlich guter Anfang und wenn man bedenkt, dass THE PAST ALIVE erst seit Mai 2000 bestehen und dieses Demo nach fünf Monaten eingespielt wurde, so kann man davon ausgehen, dass dies nicht das letzte Lebenszeichen der Band sein wird. Vielleicht sollten sich die Jungs für die nächsten Songs einfach noch ein bisschen mehr Zeit lassen, damit die Ideen etwas mehr reifen können. Auf jeden Fall tut es gut, zu sehen, dass es doch auch noch junge Bands gibt, die um einen eigenen Stil bemüht sind!
Wer mit der Band Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter der Adresse Nik Gledic, Firtz-Ulrich-Straße 53 in 74080 Heilbronn tun, oder Nik unter der unten angegebenen Adresse anmailen!
Fierce
Veröffentlichungstermin: November 2000
Spielzeit: 32:11 Min.
Line-Up:
Nik Gledic - Vocals, Guitar
Michael Treffert - Guitar, Vocals
Suat Gören - Drums, Vocals
Jürgen Storz - Bass, Vocals
Produziert von The Past Alive
Label: Eigenproduktion
Hompage: http://www.thepastalive.de
Email-Adresse der Band: nik@thepastalive.de
Tracklist:
1. Coma
2. Desperate Soul
3. Gossip
4. I would never Leave you (WILDFIRE)
5. Mindsqeezing
6. The Final Bow
7. Eternal Light
8. The Past Alive
9. Two
THE PAST ALIVE im vampster-Archiv
Es wurden 6 Artikel zu THE PAST ALIVE im vampster-Archiv gefunden.Artikelübersicht anzeigen:
CD-Review
THE PAST ALIVE: What you Need [Eigenproduktion] (04.10.2005)
THE PAST ALIVE: Deepest Inner [Eigenproduktion] (17.09.2002)
News
THE PAST ALIVE: wieder komplett (13.06.2006)
THE PAST ALIVE: Bassist gesucht (10.04.2006)
THE PAST ALIVE: neues Album und Hörproben (08.02.2006)
THE PAST ALIVE: im Studio (20.10.2004)

Ich weiß das hört sich jetzt blöder an, als ich es eigentlich meinte