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DIO: Evil Or Divine / Live In New York City

CD-Review vom 13.03.2005   drucken senden

cdreview - DIO: Evil Or Divine / Live In New York CityKeine Ahnung, was diese Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt soll? Warum wird im Jahre 2005 ein Livemitschnitt aus dem Jahre 2002 veröffentlicht, obwohl zwischenzeitlich ein weiteres Album ("Master Of The Moon") erschien, das auch betourt wurde? Und wenn man schon ein DIO-Livealbum veröffentlicht, warum nur eines im "Einzel-CD"-Format?

Hey, der Mann ist für so viele Klassiker verantwortlich, da würde selbst ein bis an den Rand vollgepacktes Doppelalbum kaum ausreichen. Doch egal, kommen wir also zu den Fakten: Bei "Evil Or Divine" handelt es sich um die CD zur DVD des Mitschnitts eines Gigs aus New York vom 13.12.2002, bei dem neben dem als Ronald James Padavona geborenen Ronnie James Dio (Vocals), Doug Aldrich (Guitar und seine Klasse bei einem allerdings entbehrlichen "Guitar Solo" demonstrierend), Jimmy Bain (Bass), Scott Warren (Keyboards) und Simon Wright (Drums) auf der Bühne standen.

Neben dem Sound ist auch die Songauswahl okay. Vom zum Zeitpunkt des Gigs aktuellen Albums "Killing The Dragon" gibt es nicht nur den Titelsong, sondern auch "Push" und "Rock And Roll" in einer Livefassung zu hören. Von "Magica" (2000) schaffte es mit "Fever Dreams" immerhin ein Song in die Setlist bzw. auf das Album. Den Schwerpunkt bildet allerdings erwartungsgemäß die Frühphase der Band, was am Erklingen solcher Klassiker wie "Stand Up And Shout", "Rainbow In The Dark", "Don´t Talk To Strangers", "Holy Diver" (von "Holy Diver", 1983), "Egypt" und "We Rock" (von "The Last In Line", 1984) deutlich wird.

Natürlich präsentierte die handwerklich erstklassige Band auch einige unumgängliche Non-DIO-Klassiker in Form der BLACK SABBATH-Songs "Children Of The Sea" und "Heaven And Hell" bzw. der RAINBOW-Tracks "Man On The Silver Mountain" und "Long Live Rock And Roll".

So weit, so gut, so überflüssig. Komisch, irgendwie schafft es der von mir ansonsten hochgeschätzte Ronnie Dio nicht, mal DAS Livealbum seiner Karriere zu veröffentlichen. "Intermission" (1986) war schon alleine aufgrund des EP-Formats arg durchschnittlich und diese Scheibe ist es - was die Songauswahl angeht - auch.

Das mag sicherlich auch daran liegen, dass es in der Setlist kaum Überraschungen gibt, denn gleich acht Stücke waren auch (wenn auch von einem anderen Line-up eingespielt) auf der "Dio´s Inferno-The Last in Live"-Scheibe zu hören und auch im Vergleich mit der o.g. "Intermission"-Scheibe kommt es zu Titelüberschneidungen.

Nee, auf ein repräsentatives Livealbum gehören auch Songs wie "Mob Rules", "Stargazer", "Breathless", "Mystery", "King Of Rock And Roll", "Sacred Heart", "Rock ´N´ Roll Children", "Hungry For Heaven", "Neon Knights", "Die Young", "The Sign Of The Southern Cross", "Mistreated", "Starstruck", "Gates Of Babylon", "Kill The King", "Catch The Rainbow", "The Temple Of The King" oder "Still I´m Sad"

Und solange der Großanteil dieser Stücke nicht auf einem DIO-Livealbum zu hören sind, kann es für mich kein repräsentatives seiner Art sein.

Veröffentlichungstermin: 28.03.2005

Spielzeit: 79:17 Min.

Line-Up:
Ronnie James Dio (Vocals)
Doug Aldrich (Guitar)
Jimmy Bain (Bass)
Scott Warren (Keyboards)
Simon Wright (Drums)

Produziert von Ronnie James Dio
Label: Eagle Rock / Edel

Homepage: http://www.ronniejamesdio.com


Tracklist:
Killing The Dragon
Egypt/Children Of The Sea
Push
Stand Up And Shout
Rock And Roll
Don´t Talk To Strangers
Man On The Silver Mountain
Guitar Solo
Long Live Rock´n´Roll
Fever Dreams
Holy Diver
Heaven And Hell
The Last In Line
Rainbow In The Dark
We Rock


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