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GUERRILLA: No Inch Back

CD-Review vom 23.01.2005   drucken senden

cdreview - GUERRILLA: No Inch Back"I´m here to turn up the volume" spricht die Stimme am Anfang des neuen GUERRILLA-Longplayers "No Inch Back". Na, dann drehen wir mal die Chose auf und kurze Zeit später wird klar, dass die Kölner auch auf der vorliegenden CD ihrem Stil aus aggressivem Thrash Metal mit dezenten Death Metal-Elementen treu geblieben sind.

Einen Plattendeal konnten GUERRILLA ebenfalls an Land ziehen und der variable Opener "Guardian Demon" wütet zwischen brachialen Uptempo- und groovenden Thrash-Parts, die einen Bastard aus Old School und Moderne darstellen. Beim folgenden "Temptress" hat man fast das Gefühl, dass Peter Tägtgren seine Finger mit im Spiel hatte. Mit herrlichen Melodien gespickt und im behäbigen Tempo gehalten erinnert das Stück an alte HYPOCRISY -Tage. Schnell wendet sich das Blatt und der Fünfer aus der Stadt des Zweitligisten (ja Westi, ich weiß, dass du die Borussia aus Mönchengladbach anbetest) lässt die teilweise vertrackte Thrashkeule schwingen. Weiterhin kann ich das melancholische angehauchte "Greed" als Anspieltipp empfehlen, welches wiederum die hohe Variationsbereitschaft der Band zeigt. Nach dem kurzen Akustikintermezzo "m[HOBeHNe" folgt mit "Clemency" ein Nackenbrecher, der sowohl mit heftigen Prügelparts, als auch kernigen Midtemposequenzen und teilweise spanischen Lyrics ausstaffiert wurde. Sehr gelungen ist zudem "Serve To Survive" mit coolen zweistimmigen Gitarrenläufen, dezent progressivem Drumming und wie auf dem gesamten Album aggressiven Vocals mit leichtem Hardcore-Einschlag. Wäre zwischen die letzten drei starken Death/Thrash-Kompositionen auf "No Inch Back" nicht das äußerst peinliche "Ich find´ dich" reingerutscht, könnte ich wiederum von einem perfekten GUERRILLA-Album sprechen. "Ich find´dich" ist zwar musikalisch passabel ausgefallen, aber Jungs, was soll denn der in deutsch gehaltene vorpubertäre Text? Das habt ihr doch nicht wirklich nötig, oder? Das gibt Abzüge in der B-Note.

Ansonsten kann ich "No Inch Back" allen Fans von aggressivem, aber auch melodischem Thrash Metal - mit Hang zu komplexen Strukturen und Death Metal - das aktuelle Werk der Kölner empfehlen.


Veröffentlichungstermin: 06.12.2004

Spielzeit: 40:47 Min.

Line-Up:
Marcello White - vocals
Timur Slapke - guitars, vocals
Pete Zimmermann - guitars, vocals
Andreas Westphal - bass
Martin Below - drums


Produziert von M. Below & Guerrilla
Label: Twilight

Hompage: http://www.guerrilla-metal.com


Email-Adresse der Band: westi@guerrilla-metal.com

Tracklist:
Guardian Demon
Temptress
Imperial Gloom
Greed
m[HOBeHNe
Clemency
Serve To Survive
Candour Of The Dead
Dead Man Walking
Ich find´ dich
Bred By Abortion




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