vampster - Heavy Metal Magazin. Metal-Blog, RSS-Feeds, News, Clubguide, Metal-Bands, CD-Reviews, Interviews, Festivals, Konzerte, Community, Links
 
News CD-Reviews Interviews Konzertberichte Multimedia-Reviews Hell Of Fame Residenz Evil
Foto-Gallery MP3s Videos
Community / Forum Blog Gästebuch Umfragen fragt dr.vampster
Veranstaltungs-Kalender Festivalübersicht Bands A-Z Clubguide RSS-Feeds News-Ticker Links
Kontakt Impressum vampster-Team Werben auf vampster Link zu uns Hilfe & FAQ Partner vampster unterstützen
vampster RSS-Feeds vampster-Newsletter abonieren Merchandise, CDs, Tickets... Einkaufen bei vampster Translate this site into english
vampster.com > artikel > diegruft

DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: Du bist, was du trägst, oder: das Metal-T-Shirt

Residence Evil vom 29.07.2004   drucken senden


Das Metal Utensil des Monats: Du bist was du trägst, oder: das Metal-T-Shirt

Gehe zu deinem Kleiderschrank. Gehe nicht über "Los", ziehe keine 4000 Euro ein. Öffne deinen Schrank. Blicke in das Fach mit den T-Shirts. Ich wette, in diesem vollgepfropften, größtenteils schwarzen Eck befinden sich Schmuckstücke, die du vehementer verteidigen würdest als ein König seine Kronjuwelen. Da ist das ausgebleichte, verschlissene, völlig aus der Form geratene Shirt, das du bei deinem allerersten Metalkonzert stolz erstanden hast und in der Folge erst vor dem Waschzwang deiner Mutter retten konntest und dann mehrfach aus der Altkleidersammlung respektive dem Mülleimer ziehen musstest. Da ist das rosane Batik-Longsleeve mit Bündchen und Mehrfarbdruck, das du einst für die Krone der Modeschöpfung gehalten hast. Da unten lugt ein T-Shirt einer Band hervor, die du seit sicherlich zehn Jahren völlig belanglos, überbewertet und überhaupt miserabel findest und doch einst mit leuchtenden Augen bei einem vier Zentner wiegenden Merchandiser auf einem Konzert der Band erstanden hattest. Da das mit einem Blut spuckenden Monster bedruckte Shirt einer Grindmetzelcombo aus Uruguay, von dem du dachtest, dass es eines Tagen ein absolutes Kultobjekt werden würde und - in einer dumpfen Vorausahnung von Ebay - dir mehrere Monatsgehälter bei einem späteren Verkauf einbringen würde, zumindest aber dir ewige Wertschätzung der Stammbesucher der örtlichen Metaldisse verschaffen könnte. Schade nur, dass keiner das Logo lesen konnte...Und ganz, ganz hinten, schon halb hinter die Ansammlung alter Schuhe, die man ja doch nie wieder anzieht, gerutscht: das ganz zu Anfang selbst gebastelte weiße Shirt inklusive wahlweise mit Edding oder Textilfarben aufdilettiertem Logo und einer verwackelten Karikatur des Bandmaskottchens. Doch nicht nur die Motive auf der Vorderseite der Shirts stecken voller Erinnerungen: Der Rückenaufdruck mit den Tourdates der verschiedenen Bands liest sich für dich wie ein persönliches Tagebuch deines metallischen Werdegangs.

Kaum ein Accessoire ist dermaßen mit Emotionen behaftet wie das Metal-T-Shirt. Jedes T-Shirt ist ein Statement, eine Aussage über den Träger, ein Stückchen Individuum. Ein falsches T-Shirt beim falschen Konzert kann richtig Ärger einbringen, ein richtiges T-Shirt auf dem richtigen Festival und es entsteht eine langjährige Metalfreundschaft aus dem gemeinsamen Stolz heraus, die Liebe zu einer ganz besonderen, vom Mainstream unentdeckten Band zu teilen.

Das Metal Utensil des Monats: Du bist was du trägst, oder: das Metal-T-Shirt


Wenn etwas emotional derart aufgeladen ist, wird der Umgang mit dem kostbaren Gut zur Chefsache und zum ewigen Quell an Problematiken, die man mit einem normalen Shirt aus dem Kaufhaus nie hätte. Als da wären:

Kauf:
Schon hier will wohl überlegt sein, was der metallisch korrekteste Bezugsweg für das Leibchen der momentanen Lieblingscombo ist. EMP, deren Katalog ebenfalls ein ständiger Begleiter im metallischen Leben ist, sind meistens zu untrue, klarer Fall. Am besten ist der Kauf direkt beim Konzert, im Idealfall verbunden mit einem Pläuschchen mit dem Musiker, der wider Erwarten keine Limousine um die Ecken des Clubs kurven lässt, sondern sein eigenes Merchandising verticken muss, weil im Tourbudget kein Platz mehr für einen Merchandiser war. Doch was, wenn die Band nur alle Jubeljahre mal auf Tour kommt, bei ihren Gigs 30 Euro für ein dünnes Stück Stoff mit faserigem Druck will oder sich schlicht und ergreifend bereits aufgelöst hat? Es bleiben kleinere Mailorders oder die kleinen, verratzten Läden in der Innenstadt jeder halbwegs großen Stadt, in denen man auch gerne mal angeraunzt wird, wenn man mit weniger als drei Shirts und diversen Aufnähern wieder rausgehen will.

Auswahl:
Es wäre zu einfach, wenn es eine Einheitsgröße von Leibchen und Aufdruck geben würde. Oder gar eine halbwegs einheitliche Qualität der Drucktechnik? Nicht auszudenken! Es klingelt, der Postbote überreicht die Sammelbestellung der Clique an eine sorgenvoll blickende Mutter, die nur hofft, dass nicht wieder was mit so schrecklichen Totenschädeln wie letztes Mal dabei ist. Man zieht mit vor Vorfreude schwitzigen Händen das teure Longsleeve heraus, auf das man sich schon seit Tagen gefreut hat, und stellt dann fest, dass der Druck völlig verkleistert ist, farblich empfindlich vom Katalogbild abweicht und sich bereits an einer Ecke zu lösen beginnt. Oder stellt euch folgende Situation vor: Was tun, wenn man um den halben Planeten gereist ist, um dort endlich ein Original-AT THE GATES-"Slaughter of the Soul"-Longsleeve zu entdecken...und gerade noch rechtzeitig vorm Zücken des Geldbeutels merkt, dass das gute Stück vollkommen inakzeptable Bündchen hat!? Kaufen und ein Muskelshirt draus machen? Auf die Dunkelheit der Metaldisse vertrauen, die lediglich die Schemen des Motivs, nicht aber die krampfhaft in die Jeanstaschen gestopften Bündchen erkennen lässt? Ein Glück wenigstens, dass Metal-Shirts gar nicht zu groß sein können, sodass dauerhaftes Ausleihern kein Problem mehr darstellt. Am einfachsten ist es eh, die Königsgröße unter den T-Shirtgrößen zu bestellen: XL! Schlabber rules! Doch dann wäre da noch dieser Glaubenskrieg zwischen der Fraktion der MKGNBGS (Mir kann´s gar nicht bunt genug sein) und der AAEBIU (Alles außer einfachem Bandlogo ist untrue). Nicht einfach für eine Band, hier die richtige Entscheidung bezüglich Shirtdesign zu fällen. Logo als Pocketprint oder doch lieber einen 254-Farb-Allover-Druck auf grünem oder rotem T-Shirt, bei dem sogar die schwarz/weiss-Stellen in fünf verschiedenen Schattierungen aufgepappt werden? Solange es Metal gibt, wird dies ein Konflikt bleiben, den lediglich die Weltreligionen mit ihren verschiedenen Schattierungen und Eiferern noch zu überbieten vermögen.

Das Metal Utensil des Monats: Du bist was du trägst, oder: das Metal-T-Shirt


Übrigens: Das AT THE GATES-Shirt hab´ ich dann doch gekauft, danke nochmal an den Earache-Merchandiser, der sich mit Dollarnoten noch schlechter auskannte als ich, hehe!

Pflege:
Selbst den beinhartesten Machorocker treibt es höchstpersönlich in den Waschkeller, um der indifferenten, lieblosen Mutter die würdevolle Aufgabe des Waschens, Trocknens und Bügelns abzunehmen. Oder ist zerknautscht und nach Bierdunst riechend doch truer? Wie viel Metal ist ein Bügeleisen? Wie verändert sich die Textur des Stoffs bei 40 Grad? Hält der Aufdruck einen Durchgang im Wäschetrockner aus?

Man sieht schon, es ist alles andere als einfach für uns Metal-Shirt-Träger. Zum Abschluss sollen noch drei All-Time-Klassiker-Shirts vorgestellt werden, die nicht aussterben und noch beim 50-Jahre-Wacken-Festival an so manchem stählernen Bierbauchleib zu bewundern sein werden:

MOTÖRHEAD: Everything Louder than Everything Else
Weißes Logo und weißer Maskottchenkopf auf schwarzem Schlabbershirt, kultiger geht´s kaum. Egal, ob Nu Metaller, Rockfan oder Old-School-Thrasher, dieses T-Shirt passt zu jeder Gelegenheit, bei der Gitarren in irgendeiner Form eine Rolle spielen.

MOONSPELL: Irreligious-Batikshirt
Kategorie unkaputtbar. Während sonst so ziemlich jedes coole Shirt irgendwann aus der Naht geht oder sich nicht mehr um den gewachsenen Hofbräuspoiler schmiegen will, ist dieses Meisterwerk der Optiker-Innung nicht totzukriegen. Gelb und Orange kämpfen im Hintergrund um die Aufmerksamkeit des Betrachters, während das Sehzentrum endgültig vom Grün des Covermotiv-Auges in Kombination mit dem hellen Weiß des Logos lahm gelegt und eliminiert wird. Neben der Batik-Reihe von Massacre Records in den Neunzigern so ziemlich das Schauderhafteste, was es bei den Mailorders zu bestellen gab. Ich hatte mir damals übrigens auch eins gekauft...

NOCTE OBDUCTA: Gott hat fertig!
Trappatoni goes Blackmetal. Definitiv die perfekte Verbindung von Fun-Shirt und Metal-Shirt. Dass diese gerade aus dem Blackmetal-Bereich kommt, überrascht und macht die Jungs von NOCTE OBDUCTA sympathisch


RESIDENZ EVIL im vampster-Archiv

Es wurden 79 Artikel zu RESIDENZ EVIL im vampster-Archiv gefunden.
Artikelübersicht anzeigen:

Residence Evil
Verkaufszahlen der erfolgreichsten Hard´n´Heavy-Bands in Deutschland (03.01.2012)
He, weißt du, wann die Hauptband spielt? (07.12.2008)
Erreicht die Finanzkrise jetzt auch den Metal? (16.10.2008)
Metaller auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken – Eine Hilfe (15.12.2007)
Virtuelle Revolution verschoben (18.10.2007)
Tag 1 nach Live Earth: Sag mir, wo die Öko-Metaller sind (09.07.2007)
Dem Phänomen Female Fronted auf der Spur (23.01.2007)
Es ist Zeit für Intoleranz, oder: Danke Mühli! (23.11.2006)
Intensitätsverlust (06.10.2006)
Bene, es reicht! - Ein Kommentar (17.09.2006)
Keine Lieder über Solarzellen (14.08.2006)
JAHRESPOLL 2005: WOSFrank (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Uwe (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Rachendrachen (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Psycho (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Jutze (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Frank Kuhnle (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Fierce (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: doomster (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: deviator (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Der Praktikant (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Carrie (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Captain Chaos (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: BWLinz (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: boxhamster (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: Arlette H.D. (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: agony&ecstasy (08.01.2006)
JAHRESPOLL 2005: vampiria (08.01.2006)
Die Vampster-Nutzerstudie (08.11.2005)
Die 6.66 Punkte zu einem erfolgreichen Genuß eines Black Metal Konzertes (24.07.2005)
Meine aktuelle Top 5-Liste: Implikationen und Komplikationen (30.05.2005)
Festivals sind doof! (20.04.2005)
Die guten alten Zeiten (16.03.2005)
JAHRESPOLL 2004: boxhamster (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Captain Chaos (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Arlette Huguenin (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Carrie (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Der Pohl (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Der Praktikant (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: deviator (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: doomster (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Fierce (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Frank (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Frank Kuhnle (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Jutze (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Oliver Loffhagen (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Psycho (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Rachendrachen (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: ruuud (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: Uwe (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: WOSFrank (19.01.2005)
JAHRESPOLL 2004: vampiria (19.01.2005)
DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: Von Metalmäuschen und dominanten Lack- und Lederladies - oder: die Freundin des Metallers (19.11.2004)
DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: Der Jammerlappen (07.10.2004)
DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: ´Wenn du nicht weißt, was es ist, nenn´ es Progmetal!´ (01.07.2004)
DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: Die erste Gitarre oder: Und wo bleibt Amnesty International? (30.05.2004)
DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: ´Hefte raus, Klassenarbeit!´ (29.04.2004)
Mit Peter Maffay macht man keine Scherze (29.09.2003)
Ein Hoch auf Frau Carola Hans (15.09.2003)
Ode an traurige Langhaarige (07.09.2003)
Der Edelspießer. Eine Betrachtung (05.06.2003)
Das Vampster-Kochbuch: Was die Stars essen... (29.01.2003)
Metaller im Urlaub (18.06.2002)
Der Herr der Ringe-Film durch Metaller-Augen (Teil 3) (11.04.2002)
Der Herr der Ringe-Film durch Metaller-Augen (Teil 2) (24.02.2002)
Der Herr der Ringe-Film durch Metaller-Augen (Teil 1) (17.02.2002)
DER VAMPSTER-DRINK DER WOCHE (20.01.2002)
Der große Jahres Poll 2001 des vampster-Teams (10.01.2002)
Der Metalreiseführer San Diego/Kalifornien (06.06.2001)
Der Bermuda Schreibtisch (29.05.2000)
Fierces Reifenwechsel - Der Traum (22.03.2000)
Zusammenleben mit einem Gitarristen (01.01.2000)
Der ultimative 25 Punkte-Katalog für ein erfolgreiches Festival (01.01.2000)
Der Reifenwechsel... (01.01.2000)


News
DAS VAMPSTER-KOCHBUCH: neue Rezepte online! (25.04.2004)
Der Herr der Ringe durch Metaller-Augen: Teil 3 online! (11.04.2002)
Der vampster-Drink der Woche (20.01.2002)
Die ultimativen FESTIVAL TIPS! (13.06.2000)
Der ultimative 25 Punkte-Katalog für ein erfolgreiches Festival (01.01.2000)




Einkaufen

RESIDENZ EVIL im vampster-Shop »