CD-Review: GILLA BRUJA: VI Fingered Jesus. Mehr von GILLA BRUJA

GILLA BRUJA: VI Fingered Jesus

  • Nett, was diese vier ach so bösen Beefeaters da von sich geben, aber trotzdem: Irgendwie ist "VI Fingered Jesus" nicht gerade das, was ich als relevant für die tägliche Fahrt in Richtung Arbeit empfinden würde. Ehrlich gesagt ist es sogar ein wenig qualvoll, diese CD zu hören. Eigentlich hat mich die Beschreibung der Musik wie es im Info steht schon ziemlich angemacht, Death Metal, Hardcore und Hatecore vermengt... das höre ich doch gerne! Doch was es tatsächlich beinhaltet wäre eigentlich auch nicht so verkehrt: Hardcore trifft auf megadreckigen Sludge, doch es will einfach nicht gefallen.
    Irgendwie zieht sich die Scheibe sehr dahin, hört nie auf, fängt nie an. Alles ist ein einziges Herumgeriffe, das vielleicht für ein paar Songs ("Spoiler", "The Door", "A Season to Whither") ganz gut kommt, aber auf die Dauer von 35 Minuten – was wirklich nicht so viel ist – mehr als entnervend wirkt. Irgendwie klingt jeder Song gleich: Riffs, die im Hardcore verwurzelt sind, treffen auf Sludge, dazu ein grooviges Schlagzeug, und einen kreischenden Sänger, der mit seinem Kaliber bei CALIBAN weit besser aufgehoben wäre. Dann kommt ein Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Wahnsinnsmittelteildersoschnellnichtausdemkopfgeht-Refrain-Schema – und zwar ganze elf Mal.
    Von wegen "sick", "wütend", etc. pp.: GILLA BRUJA und ihr anatomisch verformter Jesus richten bei mir so überhaupt nichts aus. Vielleicht mal ein Kopfnicken, wenn sich ein Riff marginal vom Rest abhebt, ansonsten gibt es außer den drei recht coolen Songs und dem überraschend schnellen "Harvest" absolut gar keine Besonderheiten an dieser Scheibe. Was die vier Engländer hier bieten habt ihr schon wo anders viel, viel besser gehört. Wollt ihr das Ding kaufen? Selbst schuld.

    VÖ: 15. September 2003


    Spielzeit: 34:39 Min.

    Line-Up:
    Paul March – Vocals, Guitars
    Adam Crowley – Bass, Vocals
    Kev Reid – Drums

    Label: Retribution Records / Daredevil Records

    Tracklist:
    1. Black Moon Fever
    2. Spoiler
    3. Where Low Life Grows
    4. The Door
    5. Blood Ties Whiskey
    6. All for Blame
    7. Brass Eye
    8. A Season to Whither
    9. Harvest
    10. Slit Lung Symphony
    11. Killing Floor Blues
    12. Pig Fish



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    Mein liebster Tinnitus...

    DIESER Anfang klingt doch nach ´ner guten Geschichte..!

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