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RUNEMAGICK: Enter the Realm of Death

  • Meine Begeisterung für dieses Album will sich gar nicht mehr legen. Runemagick machen wunderbar altmodischen Deathmetal. Erinnerungen an früher werden wach... doch ich schweife ab, eigentlich soll ich hier ja ein objektives Review schreiben und nicht meiner Jugend nachtrauern.

    Also, "Enter the Realm of Death" erinnert stark an Paradise Lost zu Zeiten, als das Gespann Holmes/Mackintosh noch richtig gute Songs schrieben. Die Ähnlichkeiten zwischen den Alben "Lost Paradise" sowie "Gothic" (abgesehen vom Frauengesang) und "Enter..." sind nicht zu übersehen. Nichts neues und auch nicht sonderlich innovativ. Das stimmt zwar, dennoch übt Runemagick eine Faszination auf, die sich schwer beschreiben ist.
    Die langsamen, schleppenden Tracks ziehen den Hörer in die Tiefen eines Königreichs, in dem sich Schönheit und Brutalität paaren. Wunderschöne Gitarrenläufe kontrastieren mit klassischen Deathmetalriffing und kehligen Growls. Trotz aller Parallelen zu den Frühwerken von Paradise Lost ist das Album von Runemagick ungleich dichter und intensiver. Die Songs verbreiten eine Atmosphäre, die düster, schwermütig und bedrückend ist, aber nicht ins Pathetische abgleitet. Einerseits ist "Enter the Realms of Death" sehr eingängig, Gitarrenmelodien leiten durch die Stücke, anderseits bietet das Album durch Spielereien wie häufige Tempiwechsel und die stark rhythmusbetonten Vocals viel Abwechslung.


    Die Songs sind bis auf den Track "Hymn of Darkness", der von 1992 stammt, neu. Zwischen diesem Stück und dem restlichen Material ist nicht die Spur eines Unterschieds zu bemerken, was für das konstante Songwriting spricht. Und, ehrlich gesagt, ist mir eine Stagnation auf diesem Level lieber, als tausend neue Einflüsse, die irgendwie zusammengeflickt werden.
    Hinter der Band steht eigentlich nur eine Person: Niklas Rudolfsson, der auch bei Sacramentum, Swordmaster und Deathwish mitmischte. Ein fleißiges Kerlchen, hat er nicht nur zusammen mit Andy LaRocque das Album produziert, sondern auch 95% des Albums selbst eingespielt.
    Ein tolles Album, das aber vielleicht nur eine bestimmte Generation anspricht.
    Anspieltipp: Abyss of Desolation



    Tracklist:
    Hymn of Darkness
    Enter the Realm of Death
    Lomging for Hades
    Dwellers beyond Obscurity
    Abyss of Desolation
    Beyond (The Horizons End&hellip)
    Dethrone the Flesh
    The Portal of Doom
    Dreamvoid Serpent
    The call of Tombs
    Lightworld Damnation
    Dark Necroshadows

    Line-Up:
    Nicklas Rudolfson
    Frederik Johnson

    Spielzeit: 54 min

    Label: Century Media

    VÖ: 23. 8. 99


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    Vielen Dank, daß ihr bis hierher durchgehalten und den Roman zu Ende gelesen habt.

    vampi am Ende ihres vierseitigen TYPE O NEGATIVE-Reviews "World Coming Down"

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