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  • ANCIENT: Proxima Centauri

    • Der neue Wurf von Ancient kommt in solider Produktion und Komplexität gewandet daher. Rohe Schwarzmetalldiamanten wie Svartalvsheim und The Cainian Chronicle verschwinden ebenso in der Vergangenheit wie Lord Kaiaphas und somit ein entscheidender Teil der Geschichte von ANCIENT. Leider muss der Hörer auf diesen rohen Reiz von ANCIENT bei „Proxima Centauri“ verzichten.

      Als Anspieltipps sind lediglich „Proxima Cenauri“ und „The witch“ zu verzeichnen. Der Titeltrack verfügt über eine schaurig-schöne Gitarrenmelodie, die sich von treibenderen Riffs ablösen lässt. Ausserdem verleiht Deadly Kristin dem langsameren Mittelteil einen entscheidenden Teil der bekannten Ancient-Atmosphäre. „The witch“ hat schliesslich für mich den höchsten Wiedererkennungswert, das gewisse etwas, das im Verlauf dieses Albums leider nicht allzu oft auftaucht. Der Mittelteil vermag an CRADLE OF FILTH’s „Cruelty and the Beast“ erinnern, vor allem die eingesetzten Keyboards verstärken diesen Eindruck (obwohl die obligate Frauenstimme hier fehlt) noch und machen „The witch“ definitiv zum Anspieltip.

      Trotz „The witch“ und „Proxima Centauri“ fehlt schliesslich dem neuen ANCIENT-Longplayer diese Roheit, die zum Teil den Reiz dieser Band ausmachte. So wirken die Songs zu überladen an Instrumenten, zu konstruiert und etwas gefühllos. Seelenloser aber technisch gut gespielter Black Metal in Reinkultur.

      8.10.2001, Arlette „Eiselfe“ H.D.


      Spielzeit: 55:11 Min.

      Line-Up:
      Aphazel: Vocals / Guitars
      Deadly Kristin: female Vocals
      GroM: Drums
      Dhilorz: Bass
      Jesus Christ!: Guitars / Keyboards

      Label: Metal Blade Records

      Homepage: http://www.ancientband.com


      Tracklist:
      1. A lurking threat
      2. Proxima Centauri
      3. The ancient Horadrim
      4. In the abyss of cursed souls
      5. The witch
      6. Apophis
      7. Satan’s children
      8. Beyond the realms of insanity
      9. Audrina, my sweet
      10. On blackest wings
      11. Eyes of the dead
      12. Incarnating the malignant deity



    •   Über Arlette Huguenin

      Über Arlette Huguenin

      Ich sehe ein Klavier in meinem Kopf, aber es klingt verzerrt.

      Black Metal ist nicht unbedenklich...

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