CD-Review: HIGHWAY CHILD: Sanctuary Come. Mehr von HIGHWAY CHILD

  • cdreview - HIGHWAY CHILD: Sanctuary ComeDas Debüt On The Old Kings Road der Kopenhagener HIGHWAY CHILD hatte mich durchweg begeistert mit klasse Retro-Rock im typisch Dänischen Gewand. Das mit dem neuen Album "Sanctuary Home" zu halten, ist sicher nicht so einfach. Und so beschränken sich die Dänen auch nicht darauf, einfach das Debüt zu kopieren.

     Natürlich haben wir es hörbar mit der gleichen Band zu tun, letztendlich spielen die Jungs seit gut 15 Jahren zusammen in Bands. Aber "Sanctuary Come" geht noch einen Tick zurück, hat weitaus mehr 60er Rock dabei als das eher früh-70er inspirierte Debüt. Zudem gehen HIGHWAY CHILD nun um einiges ausgefeilter und differenzierter zu Werke. Es wird durchaus noch treibend gerockt wie beim Opener oder bei "Turn Me On", wo unverkennbar Kollege BABY WOODROSE Backing Vocals zusteuert. Zu dessen Band hätte auch die zartschmelzende Hippieballade "Dead Girl" gepasst. Nicht nur hier haben HIGHWAY CHILD einen sehr deutlichen, gelungenen Hang zu den BEATLES. Dazu einen gutlaunigen Rock`n´Roller wie "You You You" oder das an THE SWEET trifft FOGHAT erinnernde "Take You Down", das Album macht durchweg wieder Spaß. Auch daran hat sich nichts geändert: die Stimme von Patrick Heinsøe erinnert mich immer noch stark an Brian Connolly (SWEET). Vor allem der letzte Song, die Ballade "Born On The Run", erinnert an die frühen Glam-Rocker, vielleicht an das tolle "Lady Starlight", bei dem allerdings Gitarrist Andy Scott gesungen hatte. Hier noch etwas THE KINGS, dort die BYRDS, T.REX oder auch doch noch mal ein LED ZEPPELIN-Part, es wird wieder bunt gerockt. Von der Spielzeit ziehen wir leider wieder mal über sechs Minuten ab wegen dem ach so überraschenden, auch nicht notwendigen Hidden Track. Dann lieber noch einen ausgefeilten Song wie den Titeltrack. Der klingt wie eine Mischung aus den BEATLES, SUPERTRAMP, einer PINK FLOYD-Bridge, eingebettet in ein typisch dänisches Soundgewand. Ja, davon hätte es gern etwas mehr sein dürfen, so ist das bei heutigen CD-Preisen zu wenig Musik.

    "Sanctuary Come" ist nicht ganz so zündend wie "On The Old Kings Road", dafür ausgereifter und vielleicht auch erwachsener. Wer  HIGHWAY CHILD oder eh typisch dänischen Retro-Rock mag, der kann zugreifen. Hippie-Rocker sollten zumindest mal rein hören.


    Veröffentlichungstermin: 16.04.2010

    Spielzeit: 40:30 Min.

    Line-Up:

    Patrick Heinsøe - Vocals
    Paw Eriksen  - Guitar
    Christian Norup - Bass
    Andreas Henriksen - Drums

    Gäste:
    Anders Onsberg Hansen - Backing Vocals (2)
    Lorenzo Woodrose - Backing Vocals (6)
    Kasper Kaae - Lap Steel (5)


    Produziert von Highway Child
    Label: Elektrohasch

    Homepage: http://www.highwaychild.dk

    MySpace: http://www.myspace.com/highwaychilddk

    Tracklist:

    1. Red, White And Blue
    2. In The End
    3. When The Sun Burned The Ground
    4. Sanctuary Come
    5. Once Is Once Too Much
    6. Turn Me On
    7. Dear Girl
    8. You You You
    9. Take You Down
    10. Born On The Run


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    Ich sollte diese depressive Stimmung nutzen und nach 2 Jahren mal wieder ein neues Lied schreiben!

    Depressiv? Nur weil ihn alle falsch verstehen?! Palim palim! *s*

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