CD-Review: HELLLIGHT: Funeral doom. Mehr von HELLLIGHT

HELLLIGHT: Funeral doom

  • cdreview - HELLLIGHT: Funeral doomIn São Paulo, Brasilien, gibt es mehr als heiße Latina-Miezen und feurige Fiestaklänge. Das belegen HELLLIGHT mit ihrem zweiten Album und jagen uns lieber kalte Schauer über den Rücken und tiefe Melancholie ins Herz.

    Wohin die musikalische Reise geht, das besagt natürlich bereits der Albumtitel, hier ist Funeral-Doom angesagt. Der erste Durchgang war durchaus ernüchternd, zu präsent sind teils schräge Keyboardklänge, nicht zu Ende gedachte Melodien sowie etwas unschlüssige Songaufbauten. Dass besagte Elemente gerade den Beginn des Albums auszeichnen, macht den Zugang recht schwer. Je mehr Chancen man der Scheibe gibt, umso mehr kann sie doch von den Mängeln ablenken und dann eine schöne schwere Atmosphäre aufbauen.
    Streckenweise bewegen sich HELLLIGHT nur Nuancen neben dem, was aus einer guten Doom-CD eine intensive Gänsehaut-Scheibe macht, Songs wie "Nexus alma" deuten in die richtige Richtung und können fesseln. Mit zunehmender Spieldauer der prall gefüllten CD umweben einen immer erfolgreicher dunkle Schatten, es geht also doch. Natürlich sollte man "Funeral doom" nicht nebenher beim Frühstück hören, die erwünschte Wirkung erfordert eine entsprechende Stimmung und Atmosphäre. Aber nachts bei Kerzenschein und schwerem Wein entwickelt die Scheibe einen dunklen Charme, den man ihr anfangs nicht zutrauen würde. Auch die Aufmachung ist sehr stimmungsvoll. Um komplett zu begeistern, fehlt es noch hier und da, das wird dann hoffentlich das nächste Album schaffen. So ist "Funeral doom" "nur" eine schöne Trauerscheibe für dunkle Stunden geworden. Für echte Funeral-Doomer empfehlenswert, aber kein Pflichtkauf.


    Veröffentlichungstermin: 09.05.2008

    Spielzeit: 79:43 Min.

    Line-Up:
    Fabio De Paula – Guitars, Vocals
    Alexandre Vida – Bass
    Eric – Keyboards
    Robson Antonio – Drums


    Produziert von Fabio De Paula & Robson Antonio
    Label: Ancient Dreams Records

    Homepage: http://www.helllight.com


    Tracklist:
    1. Deep siderial silence
    2. Funeral doom
    3. Nexus Alma
    4. The diary
    5. Life in darkness
    6. After life
    7. In memory of the old spirits


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    Man legt Doom-Scheiben grundsätzlich ins kalte Auto, dann laufen sie viel langsamer als bei Zimmertemperatur!

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