CD-Review: HIGHGATE: Untitled. Mehr von HIGHGATE

HIGHGATE: Untitled

  • cdreview - HIGHGATE: UntitledWer braucht schon Namen, wenn man die Musik für sich sprechen lassen möchte? HIGHGATE sind der Meinung, sie benötigten keinen, schließlich gehen sie mit ihrem Minimalistic Doom hausieren, um Anhänger von EYEHATEGOD, WINTER und Konsorten für sich zu gewinnen. Nun ja, Interesse lässt sich mit dem unbetitelten Debütalbum des Trios aus Kentucky durchaus erwecken - und sei es nur aus demjenigen Grund, dass das gesamte Album aus einem einzelnen Track besteht, dem im Übrigen auch eine Taufe vorenthalten wurde.

    Den Sound der 2005 gegründeten Band kann man allerdings schon beim Namen nennen. Ein doomig schleppendes Tempo bestimmt den Großteil der Platte, dazu noch das schmutzige Sludge-Produktionsgewand, in Schwarz getünchtes Kreischen und eingeworfene Noise-/Ambient-Passagen, die zumeist die Übergänge zwischen den einzelnen Tracks, respektive Songparts bilden. Natürlich verfehlen die drei Amerikaner nicht die Wirkung einer apokalyptisch angehauchten Atmosphäre. Die Stimmung des Albums bleibt im Keller, von dem es auch den Hörer aggressiv hinabzuziehen vermag, wenn es denn von seiner Seite auch passen würde. Und das unterscheidet dann auch HIGHGATE von den Granden des Genres. Denn hier hat der Hörer die Wahl, ob er sich von der Musik - begleitet von eigenen Gedanken und Emotionen - mitreißen lässt oder nicht. Bei den Meistern ihres Fachs ist dagegen die Musik ganz alleine entscheidungstragend.

    Veröffentlichungstermin: 17. Januar 2008

    Spielzeit: 53:58 Min.

    Line-Up:
    James Porter - Gitarre, Gesang, Percussion & Synthesizer
    Greg Brown - Gitarre, Gesang, Percussion & Programming
    Steve Porter - Schalgzeug & Percussion

    Produziert von Mike Montgomery @ Candyland, Cincinnati (Ohio)
    Label: Totalrust Music

    Homepage: http://www.myspace.com/therealhighgate


    Tracklist:
    1. Untitled

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    Nicht nur, dass die Musik jeweils aalglatt an mir vorbeistreift, mich manchmal mit Ohrwürmern produzierenden Refrains nervt, die mich - erfolglos dagegen ankämpfend - zum Vor-Mich-Hinsummen zwingen, oder mit den Unisex-Jungs auf dem Plattencover meine eigenen modischen Präferenzen in Frage stellt, auch...

    BWLinz reagiert genervt auf die Schwemme an finnischen Gothic Rock-Combos.

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