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AXAMENTA: Ever-Arch-II-Tech-Ture

  • cdreview - AXAMENTA: Ever-Arch-II-Tech-TureNachdem die 2004er-Promoscheibe "Incognation" offenbar bei einem Label ihren Charme entfalten konnte, beweisen AXAMENTA nun mit "Ever-Arch-II-Tech-Ture", dass sie diesen Vertrag mehr als verdient haben. Die 08/15-Düsterklischee-Zeiten von "Codex Barathri" gehören eindeutig der Vergangenheit an, geblieben ist den Belgiern jedoch der Hang zum Bombast. Diesen üben sie nun nicht mehr mit limitierten Keyboardsounds aus, sondern haben Orchestersamples und andere aufwendigere Spielereien für sich entdeckt, um ihren düsteren Metal zu garnieren. Produktionstechnisch wurde das aktuelle Album professionell in Szene gesetzt, der Sound drückt ordentlich und erweist sich als transparent und ausgewogen.

    Auch stilistisch zeigen sich AXAMENTA ausgereifter als auch schon. Klar erscheinen noch immer mit Geklimper angereicherte, schwarzmetallische Passagen, doch nun zeigen die Parallelen in Richtung neuere CRADLE OF FILTH und DIMMU BORGIR-Zeiten statt der x-ten Kopie derer älteren Werke. Diese neue Art des Bombasts, welche sich auf "Incognation" erst dezent abzeichnete, beherrscht nun die musikalische Welt der Belgier, deren selbst gewählte Stilschublade "modern progressive Dark Metal" das dargebotene Material passend beschreibt. So lässt man in "Demons Shelter Within" noch verschiedene Stimmen miteinander sprechen à la CRADLE OF FILTH, setzt man in "The Midnight Grotesque" auf düsteren symphonischen Black Metal und schafft es, das sphärische, balladeske "Threnody For An Endling" mit PAIN OF SALVATION-Gastsänger Daniel Gildenlöw trotz dieser Umgebung nicht deplaziert erscheinen zu lassen. So setzt man im achten Song auf einen sphärischen Beginn, cleanen Gesang und lässt eine melancholische Ballade zu, die fast schon ins gepflegt poppige driftet.

    Fazit: Zwar fehlt dem Werk ein absoluter Übersong, der alles in den Schatten stellt und unverzichtbar ist. Aber dies schmälert die Qualitäten dieses über einstündigen Albums nicht merklich. Wer also bombastischen und abwechslungsreichen Düstermetall mit schwarzmetallischer Färbung und ohne allzu wagnerianischem Flair mag, ist mit dem neuen Werk von AXAMENTA sicherlich mehr als gut beraten.

    Veröffentlichungstermin: 26.05.2006

    Spielzeit: 64:00 Min.

    Line-Up:
    Sven: Gitarre
    Ian: Gitarre, Vocals
    Peter: Vocals
    Jerre: Bass
    Tomme: Drums

    Gastmusiker
    Daniel Gildenlöw (PAIN OF SALVATION): Vocals

    Produziert von Jacob Hansen, Fredrik Nordström, Göran Finnberg
    Label: Shiver Records

    Homepage: http://www.axamenta.com

    Email: info@axamenta.com

    Tracklist:
    Chapter 1: The Chainreaction Is Initiated
    1. Incognation
    2. Demons Shelter Within
    3. Ashes To Flesh
    4. A Nation In Atrophy
    5. The Midnight Grotesque

    Chapter 2: The Chainreaction Is Terminated
    6. Prophet Set To Witness
    7. Ever-Arch-I-Tech-Ture
    8. Threnody For An Endling

    Chapter 3: The Chainreaction Is Saturated
    9. Ravager 1.6.6.3.
    10. Of Genesis And Apocalypse
    11. Foreboding
    12. Shackles Cross
    13. The Omniscient


  •   Über Arlette Huguenin

    Über Arlette Huguenin

    Wir sind ja so schlimm neutral, wir haben gar keine Feinde mehr.

    Arlette über die Probleme der schweizerischen Armee, die sich endlich nach einem Flugzeugangriff sehnt..

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