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  • ANTIGAMA: Zeroland

    • cdreview - ANTIGAMA: ZerolandHeiderdaus, das ist vielleicht eine kurze Angelegenheit. ANTIGAMA liefern schon ihre zweite Veröffentlichung dieses Jahr ab, nach dem verstörenden "Discomfort" setzen die Avant-Grinder dem ganzen mit "Zeroland" noch die Krone auf. Kürzer, außerirdischer, kälter und unzugänglicher ist dieses Release, auf der die Polen mehr anstrengen als zuvor, aber gleichzeitig auch eingängiger sind.

      Obwohl Samples und Synthies nur am Rande und bei dem abschließenden, fast 10minütigen Ambient-Track "Zeroland" eingesetzt werden, wirkt das Album fast wie Industrial, ist steril und unwirklich, aber hochgefährlich, intelligent und zynisch. ANTIGAMA haben sich hörbar weiterentwickelt. Zwar kann man das Material auf "Zeroland" klar dem Grindcore zuordnen, doch es schleichen sich gerade im Gesang viele Neuerungen ein, die so gar nicht ins Bild von Grindcore-Standards passen. Aber es funktioniert. Sei es verzerrtes Schreien oder dunkler, klarer Gesang, ANTIGAMA binden dies alles passend in ihren Sound ein, ebenso wie "Sorry" mit seinem fetten MESHUGGAH-Touch.

      Das einzig Negative an "Zeroland" ist, dass man das Album weder als EP noch als Album so richtig wahrnehmen kann. Einerseits sind es doch recht viele Songs, andererseits ist die Spielzeit verdammt kurz, außerdem ist der 10minütige Abschlusstrack eher unnötig. Dennoch: das heftige Material der Scheibe zeigt eine richtig innovative Band, die jetzt schon ungefähr das spielt, was ich mir von der nächsten PIG DESTROYER erwarte. ANTIGAMA sind ihrer Zeit voraus und dennoch denke ich dass jeder Grindcore-Fan, der keine Scheuklappen besitzt, an diesem Release seine Freude haben wird.

      Veröffentlichungstermin: 1. November 2005

      Spielzeit: 24:04 Min.

      Line-Up:
      Lukasz Myszkowski – Vocals
      Sebastian Rokicki – Guitars
      Michal Pietrasik – Bass
      Krzysztof Bentkowski – Drums
      Label: Selfmadegod Records

      Homepage: http://www.antigama.prv.pl


      Tracklist:
      1. Seed
      2. Izaak
      3. Jazzy
      4. Starshit
      5. How
      6. The View
      7. Wounded Butterfly
      8. Sorry
      9. Zeroland


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