CD-Review: DARK TRANQUILLITY: Haven. Mehr von DARK TRANQUILLITY

DARK TRANQUILLITY: Haven



  • Sie sind softer geworden, sie sind melodischer geworden, sie haben einen Elektroniker in die Band aufgenommen (nein, nicht den mit dem "Kurzen" in der Hose *g*). Sie spielen jetzt soften Death Metal mit einem Hauch von Gothic Metal.
    Ja, richtig, es handelt sich hierbei wirklich um die Schweden von Dark Tranquillity, die mal wieder einen Wandel in die melodischere Richtung unternommen haben.
    Davon kann man nun halten was man will. Die Fans aus den Anfangstagen haben sie wohl nun ganz vergrault, jedoch bestimmt einen neuen Hörerstamm hinzugewonnen.
    Daher habe ich mir die neue Scheibe „Haven“ auch sehr intensiv zu Gemüte geführt, um nicht voreilig einen Entschluss zu fassen, den ich später wieder bereuen würde.
    Vorab kann ich schon mal sagen, dass Dark Tranquillity nicht in den Gefilden von Crematory und Konsorten schweben. Sie besitzen immer noch einen einzigartigen Sound, nur eben nicht mehr so brachial und kompromisslos wie in früheren Tagen. Die Band würde nun wahrscheinlich sagen, sie habe sich weiterentwickelt und ist gereift. Das mag auch stimmen, nur vermisse ich auf „Haven“ Songs der Marke „FreeCard“ oder „ThereIn“ vom Projector- Album, die einfach geknallt haben.
    Trotz alle dem ist „Haven“ immer noch ein richtig gutes Teil geworden, welches sicher viele Fans des melodischen Death Metals in ihren Bann ziehen wird.

    Auffällig ist, dass die 11 Songs (mit einer Ausnahme) im Durchschnitt nur zwischen 3 und 4 Minuten dauern. Dark Tranquillity bringen ihre Tracks kompakt auf den Punkt gespielt, ohne groß ausschweifen zu müssen. Ebenso gibt es keinen gnadenlos schnellen Song mehr, sondern bewegt sich fast das komplette Album im Mittempo- Bereich mit Uptempoeinsprengseln (welch Wort).

    Wie schon beim neuen Album ihrer Landsleute von In Flames strotzt es auf „Haven“ nur so von Ohrwurmmelodien, die gekonnt vom neuen Bandmitglied an der Elekronik Martin Brandström untermalt werden. Was wunderlich ist, ist die Tatsache, dass Sangesbruder Mikael Stanne fast nicht mehr seine cleanen Vocals einsetzt, obwohl diese auf der „Projector“- Scheibe doch so markant zur Geltung kamen. Schade.

    Hervorzuhebende Tracks gibt es eigentlich nicht, da alle Songs einen hohen Qualitätsstandard besitzen. Der Opener „The wonders at your feet“ rockt ordentlich nach vorne los, „Not built to last“ beginnt mit einer Doublebass-Dampfwalze und findet ihren Höhepunkt im melancholischen Mittelteil. „Indifferent Suns“ kommt majestätisch und bedrohlich daher. „Ego Drama“ startet mit Piano und Akkustikgitarren und entwickelt sich zum groovigen Midtempostück mit schöner Melodieführung und „Emptier Still“ ist eher untypisch für die Band.

    Hört selbst in das neueste Werk der Schweden rein und bildet Euch Eure eigene Meinung. Be open minded!

    Anzumerken wäre noch, dass die CD mit dem Videotrack „ThereIn“ vom letzten Album ausgestattet ist.



    Spielzeit: 43:09 Min.

    Line-Up:
    Mikael Stanne- vocals
    Niklas Sundin- guitars
    Martin Henriksson- guitars
    Anders Jivarp- drums
    Michael Nicklasson- bass
    Martin Brändström- electronics


    Label: Century Media

    Homapage: www.darktranquillity.com


    Tracklist:
    The wonders at your feet
    Not built to last
    Indifferent suns
    Feast of burden
    Haven
    The same
    Fabric
    Ego drama
    Rundown
    Emptier still
    At loss for words



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    Hab´ mir eh einen Blecheimer als Leber einbauen lassen.

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