CD-Review: RAVAGE: Get Fucking Slaughtered [Eigenproduktion]. Mehr von RAVAGE

RAVAGE: Get Fucking Slaughtered [Eigenproduktion]

  • cdreview - RAVAGE: Get Fucking Slaughtered [Eigenproduktion]RAVAGE sind praktisch der Wolf im Schafspelz. Erwartet habe ich jedenfalls nicht, was mich hier überrollt hat. Nach der kurzen "Introduction" legen die Düsseldorfer los und lassen mich mit einer Beurteilung zögern. Abwechslungsreiches Drumming in allen Geschwindigkeiten, drückende stampfende Riffs, dann Thrashgewitter mit Kreischgesang, kurz darauf catchy Riffs mit Death Metal-Growls und das alles während der ersten Minute Hörgenuss. RAVAGE legen wert auf Abwechslung und treten dabei nicht wenig Gesäß. Mit Trends hat das alles nichts zu tun, wer also modernen Thrash erwartet wird bitter enttäuscht werden. Aber obwohl gnadenlos Old-School kommen RAVAGE kein Bisschen altbacken rüber, ihr frischer Mix aus stumpfen Gethrashe mit sägenden Riffs und groovenden Parts trifft einen eher unerwartet und geschichtlich kein bisschen vorbelastet. So treffen in dieser heftigen Orgie SLAYER auf EXODUS und vermischen sich mit Einflüssen von MORBID ANGEL und älteren DEATH, wobei die Thrashkeule aber immer die Oberhand behält. Die Aggressivität hält sich dabei immer in sehr hohen Regionen und an Energie lassen die Songs nichts missen und die häufigen catchy Refrains, wie zum Beispiel in dem (THE CROWN gewidmetem) "Into Your Demise" sorgen dafür, dass "Get Fucking Slaughtered" überdurchschnittlich gut einfließt.
    Die Produktion hilft dabei den Flow der Musik nochmal dick zu unterstreichen. Druckvoll und klar schießt das präzise Gehacke aus den Boxen und lediglich bei den Death Metal-Parts wirkt die Bass-Drum hin und wieder etwas schwächlich, für eine Eigenproduktion ist aber eigentlich alles im oberamtlichen Bereich.
    So abwechslungsreich RAVAGE nun aber auch sind, spätestens nach einem Drittel der Scheibe kennt man auch den Stil der Düsseldorfer und wird im Folgenden nicht mehr überrascht. Das kann aber nicht im Geringsten als Argument durchgehen diese Scheibe nicht zu kennen, denn "Get Fucking Slaughtered" ist für Fans von brutalem Thrash ein absoluter Pflichtfall.


    Veröffentlichungstermin: Januar 2005

    Spielzeit: 36:43 Min.

    Line-Up:
    Jan "Lordbier" Michels - Vocals
    Demian Heuke - Gitarre
    Bernd Steuer - Bass
    Daniel Pietzsch - Gitarre
    Dennis Thiele - Drums


    Produziert von RAVAGE
    Label: Eigenproduktion

    Homepage: http://www.totalravage.de

    Email: thrash@totalravage.de

    Tracklist:
    01. Introduction
    02. Get Fucking Slaughtered
    03. Havoc Command
    04. Nuclear Storm
    05. Holycaust
    06. Devilish Strike
    07. Riddled
    08. Vow Of Desecration
    09. Into Your Demise
    10. Blazing Chaos (Death Upon The Nazarene)
    11. Bloody Revenge



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    Sag ich nie was Lustiges?

    Denis macht sich Sorgen... ;-)

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