CD-Review: GADGET: Remote. Mehr von GADGET

GADGET: Remote



  • An was es in den letzten Jahren immer gemangelt hat waren die guten, alten Grindcore-Bands. Ihr wisst, diejenigen, die mit Porn und Gore nichts anfangen können, sondern sich lieber der Realität widmen. Und von der wird man viel wütender, als wenn man sich stupide Fickfilmchen ansieht. Das hört man GADGET an, Hölle auch, die könnten ein komplettes Fußballstadion einreißen!

    Von vorne bis hinten regiert eine geniale Abwechslung von angepissten Blast-Beats, schnellen Moshparts und amtlichen Crustcore-Passagen, Langeweile kommt bei diesen mörderischen Songkalibern gar nicht erst auf und es geht mächtig nach vorne los. Voller Wut zerhackt Drummer William die Kessel, doch immer hat er mächtig Groove und Abwechslung in seinem Spiel. Nebenbei spielt der gute Mann, zusammen mit Rikard Olsson Gitarre und hat nicht nur Mörderriffs, sondern auch sehr coole Melodien parat, die zwar selten eingestreut werden, aber wenn, dann reißen sie so richtig mit, wie im abschließendem "Tema: Skit". Was bei GADGET aber am meisten mitreißt, ist der unglaublich angepisste Gesang, der mit so viel Power ausgestattet ist, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe.
    Okay, so gut GAGDET auf "Remote" auch klingen, man merkt deutlich, dass sie an früheren NASUM und jetzigen REGURGITATE einen Narren gefressen habe. Einige Nummern – "Förbrukad" beispielsweise – könnten sogar auf "Inhale / Exhale" stehen, doch das ist herzlich egal. Einen Innovationspreis gewinnen GAGDET mit ihrem altmodischem Grindcore eh niemals, aber im Gegensatz zu anderen Stilrichtungen ist genau dieses altmodische Element absolut positiv, denn wie viele Bands gibt es heutzutage, die noch so klingen?
    Eben und daher solltet ihr diesem Album mit seinen 21 Tritten in die Fresse eine Chance geben und am besten dann hören, wenn euch der verdammte Versicherungsvertreter nicht in Ruhe lässt, der nette Mann vom Zollamt die EUR.1 nicht abstempeln will und die Leitplanke im Weg ist, wenn es glatt ist. "Remote" ist ein gigantisches "Fuck You" an den ganzen Scheiß, der uns den ganzen Tag passiert und gehört somit in jede wirkliche Grindcore-Sammlung. Die fiese und räudige Produktion von Fredrik Reihnedahl trägt ihr übriges dazu bei.

    VÖ: 16. Februar 2004

    Spielzeit: 29:46 Min.

    Line-Up:
    Rikard Olsson – Guitar
    William Blackmoon – Guitar, Vocals, Drums
    Emil Englund – Vocals
    Fredrik Nygren – Bass


    Produziert von Fredrik Reihnedahl
    Label: Relapse Records

    Homepage: http://www.gadget.cjb.net


    Tracklist:
    1. Still
    2. For What Cause
    3. Crestfallen
    4. Death and Destruction
    5. Unreachable
    6. The Sentinel
    7. Wake Up the Dead
    8. Fuel
    9. Rid the Darkness
    10. Failure
    11. Connected
    12. Inget Val
    13. Incomplete
    14. Empty Souls
    15. Anew
    16. Tear You Apart
    17. Dethrone
    18. Förbrukad
    19. Remote
    20. Enigmatic
    21. Tema: Skit



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    sowas kommt dabei heraus, wenn man diesen Mann nach Hilfe fragt ;)

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